Fusion von Edeka und Tengelmann: Gabriels „ Jein“

Fusion von Edeka und Tengelmann
Gabriels „ Jein“

PremiumDer Wirtschaftsminister erlaubt Edeka die umstrittene Übernahme des Konkurrenten Tengelmann unter strengen Auflagen. Dem Vizekanzler ist der Erhalt von Jobs wichtiger als die Bedenken des Kartellamts.

Berlin, DüsseldorfAm Ende ging alles ganz schnell: Nach acht Monaten Bedenkzeit gab Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) in nur acht Minuten seine Entscheidung zur Fusion von Edeka mit der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann bekannt. „Ich habe heute den Antragstellern und den 13 Beigeladenen mitgeteilt, dass ich beabsichtige, eine Ministererlaubnis unter aufschiebenden Bedingungen zu erteilen.“

Eigentlich müssten die Antragsteller mit Gabriels Diktum zufrieden sein. Doch dem „Ja“ des Wirtschaftsministers folgt ein großes „Aber“. Vorrangig will der SPD-Chef vor allem Jobs sichern, die Bedenken der Wettbewerbsbehörden spielen für ihn keine Rolle. So soll sich Edeka verpflichten, die 16 000 Arbeitsplätze der verlustreichen Kaiser’s-Tengelmann-Kette mit rechtssicheren...

 
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