Gemeinsamer Flugplan
Air New Zealand und Qantas kooperieren

Die steigenden Kosten für Flugbenzin treiben Konkurrenten in eine Zweckehe. Air New Zealand und Qantas Airways wollen im von Überkapazitäten und Preiskämpfen geplagten Flugverkehr zwischen Australien und Neuseeland mit einem Kooperationsabkommen Synergien nutzen.

CHRISTCHURCH. Wie hochrangige Vertreter der beiden bedeutendsten Fluglinien im Südpazifik im Rahmen einer Tourismuskonferenz in Christchurch bekannt gaben, wollen sie mit einer Zusammenlegung der Flugpläne die Zahl der Dienste zwischen den Ländern konsolidieren.

„Es geht nicht, dass Fluglinien auf die Dauer Strecken fliegen, auf denen sie kein Geld machen“, sagte Rob Fyfe, Chef von Air New Zealand. DieKooperation muss von den Aufsichtsbehörden beider Länder bewilligt werden. Ein Beschluss wird spätestens Ende des Jahres erwartet.

Kritiker einer Zusammenarbeit meinen, sie würde unweigerlich zu einer Preiserhöhung führen. Qantas Airways und Air New Zealand kontrollieren gemeinsam rund 70 Prozent des Marktes auf der Strecke über das Tasmanische Meer. Allerdings steht den beiden eine potente Konkurrenz gegenüber. Zeitweise kämpften fast ein Dutzend Fluglinien um Kunden auf der Strecke. Entsprechend tief sind die Preise.

Vor allem Emirates hat sich in den letzten Jahren als aggressiver Eindringling in den Markt erwiesen. Luftfahrtexperten in Neuseeland glauben, dass die Fluglinie das Land in Zukunft mit neuen A380-Maschinen anfliegen könnte. „Das würde die beiden Großen dann wirklich das Fürchten lehren“, sagte ein Kommentator in Christchurch.

Air New Zealand-Chef Rob Fyfe will die Fluglinie wieder zu altem Glanz zurück führen. Der Carrier verfolgt derzeit ein zwei Mrd. Euro teures Expansionsprogramm. Ende 2001 hatte die neuseeländische Regierung die einst staatliche und im Zuge der Wirtschaftreformen der Achtzigerjahre privatisierte Air New Zealand zurück gekauft, um sie vor dem Bankrott zu retten.

Urs Wälterlin
Urs Wälterlin
Handelsblatt / Korrespondent
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