Große Investitionen
Carlsberg greift in Deutschland neu an

Von wegen Verkauf: Der Carlsberg-Konzern investiert kräftig in seine Anlagen in Hamburg und Lübz. Wie das Unternehmen mitteilte, wolle man sich damit zum Standort bekennen. 700 Mitarbeiter können aufatmen.
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HamburgDer dänische Carlsberg-Konzern stärkt seine deutschen Brauereien in Hamburg und Lübz mit Investitionen von mehr als 40 Millionen Euro. Damit bekenne sich Carlsberg klar zum deutschen Standort und setze ein deutliches Zeichen für die Zukunftsmöglichkeiten der Holsten-Brauerei in Hamburg und der mecklenburgischen Brauerei Lübz, heißt es in einer am Mittwoch in Hamburg verbreiteten Mitteilung des Unternehmens.

Carlsberg werde seinen Produktionsbereich in Deutschland grundlegend aufrüsten und in modernste Technologien investieren.

In der Branche hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, dass sich der weltweit viertgrößte Braukonzern aus dem hartumkämpften deutschen Biermarkt zurückziehen könnte, weil er in Osteuropa und Asien bessere Wachstumschancen hat. „Der Markt gestaltet sich aufgrund von rückläufigen Absätzen, steigendem Kosten- und Margendruck sowie staatlichen Rahmenbedingungen zunehmend herausfordernd“, sagte der Chef von Carlsberg Deutschland, Frank Maßen. Deshalb werde nicht nur der Produktionsbereich neu aufgestellt, sondern mit weiteren Optimierungen und Kapazitätsanpassungen wolle Carlsberg das nachhaltige Wachstum seiner Kernmarken Holsten, Astra, Duckstein, Carlsberg und Lübzer forcieren.

Der dänische Konzern beschäftigt in seiner Hamburger Brauerei 500 Mitarbeiter, in der traditionsreichen Lübzer Braustätte sind es 200. Carlsberg hat zwar weltweit eine starke Marktposition und liefert in fast alle Länder der Erde, in Deutschland gehört das Unternehmen mit einem Marktanteil von bundesweit unter fünf Prozent jedoch eher zu den mittleren Anbietern. Die Marken sind vor allem im Norden und Osten stark.

Seit Monaten ist Carlsberg deshalb auf der Suche nach Vertriebspartnern für West- und Süddeutschland, um die Marktanteile ausbauen zu können - bislang ohne Erfolg. Das Projekt werde aber weiterhin verfolgt, sagte ein Sprecher des Unternehmens.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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