Gute Aussichten für die Bereiche Städtereisen, Wellness und Tagungshotels
Trotz Flaute hofft Gastgewerbe auf mehr Umsätze

Nach einem Umsatzminus von mehr als 5 Prozent im vergangenen Jahr hofft das deutsche Gastgewerbe 2004 auf deutlich bessere Geschäfte.

HB BERLIN. Voraussetzung für eine Erholung ist nach Einschätzung des Branchenverbandes Dehoga aber eine bessere gesamtwirtschaftliche Lage und ein Anziehen des schwachen Konsums.

„Wir gehen von einer (realen) Umsatzsteigerung von 1,5 Prozent für das laufende Geschäftsjahr aus“, sagte Dehoga-Präsident Ernst Fischer am Mittwoch bei der Jahrespressekonferenz in Berlin. Dies sei ein ehrgeiziges Ziel. Am besten seien die Aussichten in den Bereichen Städtereisen, Wellness und Tagungshotels. Gedämpfter sei hingegen die Stimmung bei den Gastronomen.

„Das Jahr 2003 war für die Hoteliers und Gastronomen eines der schlechtesten Jahre ihrer Geschichte“, sagte Fischer. „Vor allem das Gezerre um die richtigen Reformen hat die Verbraucher gegen Ende des letzten Jahres noch einmal zutiefst verunsichert und den Hoteliers und Gastronomen auch noch das letzte Quartal geradezu verhagelt.“ Die Insolvenzen hätten im vergangenen Jahr um rund 17 Prozent auf 3100 zugenommen; die Zahl der Beschäftigten sei um 1,2 Prozent und damit erstmals seit Jahren wieder unter die Grenze von einer Million gesunken.

In den Wintermonaten Oktober bis März hatten noch gut 60 Prozent der rund 3 000 vom Dehoga befragten Gastwirte mit einem Umsatzminus und sogar zwei Drittel mit Gewinneinbußen zu kämpfen. Verhaltene Lichtblicke gibt es nun für die Sommermonate April bis September. Nur noch rund 40 Prozent rechnen mit weniger Umsatz, aber fast jeder vierte mit einem Umsatzplus. Bei den Erträgen erwartet nur noch knapp jeder zweite Gastwirt ein Minus. Nachdem im Winter nur jeder neunte steigende Gewinne verbuchte, rechnet nun immerhin jeder sechste Gastwirt mit einem Ertragszuwachs im Sommer.

Die zurückhaltenden Verbraucher will die Branche vor allem mit innovativen Angeboten und guter Serviceleistung zurück in Gaststätten und Hotels locken. „Einen Preiskrieg können wir nicht mitmachen“, sagte Fischer. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) plädierte auch für weniger Reglementierungen und sprach sie wie zuletzt Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) für eine weitere Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten aus.

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