Handel
Karstadt-Quelle will weitere Warenhäuser verkaufen

Der Karstadt-Quelle-Konzern steht nach vor einem weiteren tiefgreifenden Umbau. Konzernchef Thomas Middelhoff will etwa 30 weitere Warenhäuser verkaufen und die Kosten im Versandhandel um rund 20 Prozent senken.

HB ESSEN. Bei den rund 30 Warenhäusern, die Karstadt-Quelle noch verkaufen will, handelt es sich nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ aus Unternehmenskreisen um die einfacheren und schwächeren Häuser, die Karstadt-Quelle in der Gruppe "Boulevard" zusammen gefasst hat. Erst kürzlich hatte der Konzern eine Premium-Gruppe mit den führenden Warenhäusern wie dem KaDeWe gegründet, die weiteren hochwertigen Häuser firmieren unter „Boulevard plus“. Die 30 Häuser der „Boulevard“-Gruppe sollen nun kurzfristig abgestoßen werden. Das wird zwar vom Konzern offiziell noch dementiert, allerdings erfuhr die WirtschaftsWoche, dass die Warenhäuser möglichst zeitgleich mit den Immobilien verkauft werden sollen.

Erhebliche Einschnitte stehen zudem den beiden Versandhäusern Quelle und Neckermann bevor. „Unser größtes Problem ist derzeit der Versandhandel. Da kämpften wir, im Vergleich zu 2004, mit einem Umsatzrückgang von ungefähr acht Prozent“, sagte Middelhoff der „Wirtschaftswoche“. „Vor allem der Universalversand in Deutschland lief nicht gut. Der Spezialversand war im Gegensatz dazu stabil, auch beim Ergebnis.“ Nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ verlor Quelle im Hauptmarkt Deutschland zehn Prozent Umsatz, Neckermann neun Prozent. Middelhoff will die Kosten im Versandhandel allein in diesem Jahr um 20 Prozent, rund 300 Millionen Euro, senken. Middelhoff: „Saniert ist der Versandhandel erst bis Ende 2007.“

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