Handelsblatt-Reportage
Die Schlacht der Billigheimer

Das Geschäft des Discountprimus Aldi stockt. Seine Ladenhüter muss er schon in Ramschläden verhökern. Eine Handelsblatt-Reportage über den Aldi-Konzern.

HB MANNHEIM. Auf dem Boden kleben dünne, gelbe Industriefliesen. Aus Lautsprechern dudelt Gema-freie Computermusik, leise surren Überwachungskameras. Im kalten Neonlicht des fensterlosen Zweckbaus lässt sich ein buntes Völkchen treiben – vorbei an Drahtkörben und mannshohen Pappkartonstapeln. Hell leuchtet ein Sari, grell blinkt die Reflektorenhose eines Bauarbeiters. Es wird gewühlt, geprüft, verglichen.

„1001 Gelegenheit“ steht über der Ladentür. Was sich nach Basar anhört, ist in Wirklichkeit Aldi. Hier, im tristen Mannheimer Vorort Waldhof, testet der Noch-Discountprimus den Verkauf seiner Ladenhüter. Nachschub gibt es genug. Genau das ist das Problem.

Das Geschäft abseits des Lebensmittelverkaufs bereitet dem Billigimperium von Karl und Theo Albrecht immer mehr Sorgen. Vorbei sind die Zeiten, in denen Schnäppchenjäger bei Sonnenaufgang Schlange vor den Filialen standen, um einen günstigen Aldi-PC zu ergattern. „Von unseren 28 Laptops bei der jüngsten Verkaufsaktion haben wir am ersten Tag nur einen einzigen verkauft“, klagt ein Marktleiter in der Nähe von Bonn. Viel zu wenig, schließlich steht üblicherweise bereits nach drei Wochen die nächste Computer-Verkaufsaktion ins Haus.

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