Handelskonzern
Arcandor-Chef Eick schockt die Börse

Eines besseren Beweises hätte es nicht gebraucht, um den Unterschied zwischen Karl-Gerhard Eick und Thomas Middelhoff zu erkennen: Während der frühere Arcandor-Chef Middelhoff stets optimistisch war, einigen sogar zu sehr, ist sein Nachfolger Eick vorsichtig. Nun warnt er vor dem Ende Arcandors. Die Aktie geht in den Keller.

HB DÜSSELDORF. Es sind Sätze wie in Stein gemeißelt: „Ohne die Unterstützung der Finanzwelt, der Banken, wird dieses Unternehmen nicht bestehen können“, hat Eick einer Mitarbeiterzeitschrift gesagt. „Was wir jetzt unbedingt brauchen, ist Profitabilität“, betonte er. „Wir müssen die Ertragsstärke verbessern, insbesondere die der deutschen Geschäftsfelder. Denn so, wie Arcandor als Ganzes betrachtet zur Zeit dasteht, ist das auf Dauer nicht tragbar.“

Die Arcandor-Aktie brach daraufhin ein und notierten am Nachmittag mit einem Minus von zwischenzeitlich über zwölf Prozent. Die Aussagen seien ein „schlechtes Zeichen“, sagte UniCredit-Analyst Volker Bosse.

Ein Arcandor-Sprecher betonte jedoch, die Aussagen seien nicht neu und verwies auf Äußerungen Eicks' bei der Arcandor-Hauptversammlung im März. Das Interview sei zudem bereits vor dem Aktionärstreffen geführt worden.

Eick hatte dort unter anderem gesagt, er sei überzeugt, dass der Konzern mit seinen drei Geschäftsfeldern bestehen könne. Voraussetzung dafür sei aber, dass die operative Entwicklung deutlich verbessert und die Finanzierung sichergestellt werde. Liquidität müsse nachhaltig gesichert werden. Die nächste große Finanzierungsrunde bei Arcandor steht im Juni an.

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