Handelskonzern
Douglas wächst mit Büchern

Douglas profitiert weiter davon, dass das Unternehmen so breit aufgestellt ist: Der Handelskonzern hat trotz der Konsumflaute in wichtigen europäischen Märkten den Umsatz gesteigert. Das Ergebnis fiel besser aus, als Analysten erwartet hatten.

HB DÜSSELDORF. Der Handelskonzern Douglas trifft trotz der Wirtschaftskrise mit seinem Angebot aus Parfüm, Schmuck, Süßwaren und Büchern den Nerv der Verbraucher. „Wir haben uns vor allem in Deutschland auch im dritten Quartal gut behaupten können“, sagte Douglas-Chef Henning Kreke am Dienstag.

Der Manager glaubt fest daran, dass sich die Verbraucher - gerade auch in etwas turbulenteren Zeiten - ab und zu gerne etwas Luxus gönnen. Von April bis Juni liefen die Geschäfte bei Douglas jedenfalls besser als von Analysten erwartet. Auch das in den Vorquartalen von der Krise und Währungsschwankungen in Mitleidenschaft gezogene Auslandsgeschäft stabilisierte sich.

Vor allem die Töchter Thalia, Christ und Hussel trugen mit ihrem Angebot an Büchern, Schmuck und Süßwaren dazu bei, dass der Umsatz im Quartal um fünf Prozent auf 700 Mio. Euro stieg - neue Läden nicht eingerechnet noch um 2,1 Prozent. Hier machte sich auch bemerkbar, dass das Ostergeschäft in die Zahlen einfloss, da es in den April fiel. Trotz des Zwangs zum Kostensenken sei es richtig gewesen, nicht bei Service, Sortiment und Ambiente zu sparen, sagte Kreke.

Vor allem am Heimatmarkt legte Douglas zu, um 5,6 Prozent, während der deutsche Einzelhandel insgesamt das schlechteste erste Halbjahr seit 2002 verbuchte. Im Ausland hielt Douglas die Erlöse stabil und steigerte sie durch Neueröffnungen um 3,7 Prozent. Vor allem in Polen, Russland und der Türkei seien die Umsätze überdurchschnittlich gut gewesen.

Kreke sieht den Konzern auf Kurs, die Ziele für das Geschäftsjahr 2008/2009 (Ende September) zu erreichen. Erst im Mai hatte Kreke sie gesenkt, weil vor allem in Spanien, Portugal, Italien und Ungarn sowie im Baltikum die Erlöse bröckelten. Er rechnet nun mit einem Umsatzplus von rund zwei Prozent. Das Ergebnis vor Steuern - ohne Sondereffekte - soll 120 bis 130 Mio. Euro erreichen nach 147 Mio. Euro im Vorjahr. Nach neun Monaten lag es bei 121 Mio. Euro, inklusive Sondereffekte bei 109 Mio. Euro. Vor allem Kosten für die Schließung unrentabler Filialen im Ausland werden das Ergebnis im Gesamtjahr mit bis zu 30 Mio. Euro belasten.

Vor Steuern erzielte Douglas im dritten Geschäftsquartal einen Verlust von knapp einer Million Euro, nach einem Gewinn von 0,2 Mio. Euro im Vorjahr, der allerdings durch die Auflösung von Rückstellungen beeinflusst war. Die fünf operativen Geschäftsbereiche hätten ihr Ergebnis jedoch um 2,6 Mio. Euro verbessert. Zweites und drittes Quartal von Douglas sind traditionell beim Ergebnis schwach. Die Analysten der WestLB sprachen in einer Kurzstudie von einer „positiven Überraschung“. Die Aktie lag zuletzt knapp im Minus.

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