Hapag-Lloyd und UASC
Reederei-Fusion verzögert sich

Die Fusion der Reedereien Hapag-Lloyd und ihres arabischen Rivalen UASC verzögert sich. Beide Unternehmen hätten die Frist für eine Fusion bis zum 31. Mai verlängert. Der Deal sei aber nicht gefährdet.
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DüsseldorfDer Zusammenschluss von Deutschlands größter Containerreederei Hapag-Lloyd mit dem arabischen Rivalen UASC kommt in Verzug. Beide Seiten verlängerten die Frist für eine Fusion bis zum 31. Mai, teilte Hapag-Lloyd am Freitag mit. Ursprünglich hatten die Reedereien den 31. März angepeilt. Dabei lägen alle behördlichen Genehmigungen bereits vor, hieß es weiter. Der Grund für die Verzögerung liegt an anderer Stelle.

Hapag Lloyd verfüge über die notwendigen Freigaben durch die Banken. Auf Seiten von UASC sei das erst „im Wesentlichen“ der Fall. Die Unternehmen bereiteten die finale Dokumentation für den Zusammenschluss vor. Dies beanspruche mehr Zeit als erwartet. „Die Transaktion selbst ist nicht gefährdet“, unterstrich Hapag-Lloyd.

Hapag-Lloyd und UASC wollen sich zur Nummer fünf unter den weltweiten Containerlinien zusammenschließen. Davon erhoffen sich die Hanseaten unter anderem hohe Einsparungen, um gegen die beinharte Konkurrenz in der Schifffahrtskrise zu bestehen. Die Branche hatte in der Vergangenheit auch unter einem rasanten Verfall der Frachtraten gelitten. Dieser Trend drehte sich aber zuletzt nach der Pleite der südkoreanischen Container-Reederei Hanjin. Auch andere Reedereien hatten mit Zusammenschlüssen auf die Krise reagiert. Unter anderem will sich der Branchenprimus Maersk mit der Oetker-Tochter Hamburg Süd zusammentun.

Die Verzögerung im Fall Hapag-Lloyds kommt indes nicht überraschend. Bereits im Dezember hatten Insider erklärt, der Zeitplan werde wohl nicht eingehalten. Durch die Fusion sollen die Araber mit 28 Prozent zum größten Anteilseigner von Hapag-Lloyd aufrücken. Die Mehrheit von 52 Prozent bleibt in den Händen der Stadt Hamburg, dem Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne und den Eignern der kürzlich übernommenen Containersparte der chilenischen Reederei CSAV.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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