Hauptstadtflughafen
Mehdorn verspricht BER-Schallschutz noch 2015

Neues vom BER: Kaum ein Thema ist rund um den neuen Hauptstadtflughafen so konfliktbeladen wie der Schallschutz. Der Flughafenchef will endlich reinen Tisch machen - und lehnt sich dafür weit aus dem Fenster.
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SchönefeldBerlins Flughafenchef Hartmut Mehdorn will die Baustelle Schallschutz am neuen Hauptstadtflughafen möglichst schnell schließen. Bis zum Jahresende 2015 sollen sämtliche Anwohner den Bescheid erhalten haben, mit dem sie die Handwerker bestellen können. „Wir werden nunmehr mit unverminderter Kraft an der Bearbeitung für alle Bescheide des gesamten BER arbeiten, damit Sie alle noch 2015 mit Anspruchsermittlungen ausgestattet sind“, verspricht Mehdorn den Nachbarn des Flughafens in der November-Ausgabe der Zeitschrift „BER aktuell“.

Der Druck für die gut zwei Dutzend Mitarbeiter in der Schallschutz-Abteilung der Flughafengesellschaft und die angeschlossenen Ingenieurbüros und Grundstückswertermittler bleibt damit hoch. Zuletzt hatten von knapp 11 800 Antragstellern im dicht am Flughafen gelegenen Tagschutzgebiet erst gut 3200 dieses Dokument erhalten. In dem diesen Bereich umgebenden Nachtschutzgebiet waren es knapp 5400 Bescheide bei gut 7500 Anträgen.

„Die Mannschaft steht und damit treiben wir diese Arbeiten jetzt zügig voran“, sagte Flughafensprecher Ralf Kunkel. Insgesamt gibt es den Schallschutz-Anspruch für 25 500 Wohnungen, doch noch immer haben nicht alle Anwohner Anträge gestellt.

Das könnte teilweise mit der lange unsicheren Rechtslage zusammenhängen. Der Flughafen hatte den Schallschutz jahrelang zu schmal bemessen und musste nach Gerichtsurteilen praktisch von vorn beginnen. Die Kosten für das Programm stiegen von 139 Millionen Euro auf 730 Millionen Euro.

Um im Frühjahr die Schönefelder Nordbahn sanieren zu können, mussten rund 4000 Haushalte schon bis Ende September Anspruchsermittlungen erhalten. Nach Mehdorns Einschätzung ist dies gelungen, das letzte Wort hat aber die Gemeinsame Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg, die die Unterlagen noch prüft.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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