Hauptversammlung
Fresenius profitiert von Klinik-Privatisierung

Der Gesundheitskonzern Fresenius will mit der fortschreitenden Privatisierung von Krankenhäusern in Deutschland wachsen. Mit seinem Expansionskurs profitiert das Unternehmen von der Entwicklung auf dem deutschen Klinikmarkt, der unter der Finanzschwäche der öffentlichen Hand leidet.

HB FRANKFURT/MAIN. „Dieser Privatisierungstrend bietet in den kommenden Jahren ausgezeichnete Wachstumschancen“, sagte Unternehmenschef Ulf Schneider am Mittwoch bei der Hauptversammlung in Frankfurt. Fresenius hatte Ende 2005 die HELIOS Kliniken erworben.

„Insbesondere im Krankenhausbereich gilt, dass Wachstum weniger organisch erzielt wird, als vielmehr durch weitere Privatisierungen, so dass wir mittelfristig von höheren Wachstumswerten ausgehen“, sagte Schneider. Der Konzern hatte Helios 2005 für 1,51 Mrd. Euro übernommen und weitere, allerdings nur noch kleinere oder mittelgroße Zukäufe angekündigt. Im März hatte Fresenius den Erwerb der Mehrheit an Humaine bekannt gegeben.

Der Fresenius-Konzern mit dem Dialysespezialisten Fresenius Medical Care als größter Sparte bekräftigte zudem seine Prognosen für das Gesamtjahr. Danach erwartet das Bad Homburger Unternehmen ein Umsatzwachstum von etwa 30 Prozent auf rund 10,5 Mrd. Euro, der Jahresüberschuss soll um mehr als 30 Prozent steigen. „Auch mittelfristig gehen wir davon aus, dass sich die erfolgreiche Entwicklung von Fresenius fortsetzt. Unsere Unternehmensbereiche sind hervorragend aufgestellt, um von den künftigen Entwicklungen im Gesundheitsmarkt zu profitieren“, sagte Schneider.

Die Aktionäre stimmten der 13. Dividendenerhöhung in Folge zu. Für jede Stammaktien werden 1,48 Euro ausgeschüttet, pro Vorzugsaktie 1,51 Euro. Das sind jeweils 13 Cent mehr als im Vorjahr. Die 9,4 Mill. neuen Aktien, die im Dezember 2005 im Rahmen einer Kapitalerhöhung ausgegeben wurden, sind voll dividendenberechtigt.

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