Immer mehr Flughäfen setzen auf Handel und Gastronomie
Flughäfen: Nur shoppen ist schöner

Nebeneinkünfte abseits des reinen Flugbetriebs rücken zunehmend in den Fokus vieler Airports: Flufhäfen sind weitaus mehr als "reine Verkehrsabwicklungsstationen“, weiß Inge Vogt, die am Airport München das sogenannte Center-Management leitet.

FRANKFURT. 650 000 Euro Jahresumsatz auf einer Ladenfläche von neun Quadratmetern – das riecht nach einem gesunden Geschäft. Das Mini-Kiosk mit den Maxi-Umsätzen steht am Flughafen München und verkauft Swatch-Uhren: Rund 10 000 waren es im Vorjahr. Das Geschäft mit Handel und Gastronomie im Münchner Airport bereitet Unternehmensangaben zufolge anhaltend Freude, obwohl die Inlandskonjunktur weiter schwächelt und der deutsche Einzelhandel Klagelieder singt.

In den Shoppingläden am Flughafen München geht die Konsumflaute weitgehend vorbei: Seit Eröffnung von Terminal 2 im Sommer 2003 seien zum Beispiel eine Million Bücher, 12 500 Liter „Gordon’s Gin“ und 20 Tonnen Haribo-Goldbären verkauft worden, sagte eine Flughafen-Sprecherin. Der Umsatz habe 2004 um gut acht Prozent zugelegt – deutlich gegen den Trend im Einzelhandel. Auch andere Flughäfen betonen, die Umsätze mit Handel und Gastronomie entwickelten sich erfreulich.

Nebeneinkünfte abseits des reinen Flugbetriebs rücken deshalb zunehmend in den Fokus vieler Airports: „In den vergangenen Jahren ist das Bewusstsein gereift, dass Flughäfen mehr sind als reine Verkehrsabwicklungsstationen“, sagt Inge Vogt, die am Airport München das sogenannte Center-Management leitet. Inzwischen sei der Handels-Sektor „fest in die Flughafen-Strategie eingebunden“.

Weil die Gruppe der Vielflieger als finanzkräftig und im Vergleich zum Durchschnitts-Konsumenten als weniger preissensibel gilt, können große Flughäfen bis zu 25 Prozent Umsatzmiete von Händlern verlangen – ein durchaus attraktives Geschäft. Internationale und lokale Marken zahlen bereitwillig einen Aufpreis dafür, dass sie an prestigeträchtigen Standorten eine gut verdienende Zielgruppe ansprechen können. Die Bereitschaft, am Flughafen einzukaufen, sei bei Geschäftsreisenden sehr groß, betont Inge Vogt: „Wegen ihrer meist angespannten Freizeitsituation nutzen sie Wartezeiten effizient und kaufen am Flughafen gerne auch dauerhafte Konsumgüter wie Kleidung oder Elektronik ein.“

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