Inside: Praktiker
Die Angreifer formieren sich

Der Höhenflug der Praktiker-Aktie vier Wochen nach dem Börsengang könnte sich schon in wenigen Monaten als trügerisch erweisen. Denn der Metro-Baumarktkette droht Ungemach von mehreren Seiten.

DÜSSELDORF. Derzeit prüfen Finanzinvestoren offenbar, einzelne Konkurrenz-Ketten zu kaufen und zu einem mächtigen Gegenpol zusammen zu schmieden. Gelänge dies, dürften sich Praktikers Wachstumshoffnungen zumindest in Deutschland zerschlagen.

Voraussetzung dafür wäre, dass die Private-Equity-Gesellschaften ein im Markt funktionierendes Baumarkt-Konzept in die Hände bekämen. Danach könnten sie ertragsschwache Ketten übernehmen und auf dieses Konzept umstellen. Das Ziel, damit einen neuen deutschen Marktführer zu schaffen, ist durchaus erreichbar. Als erfolgreiches Konzept, das als Kern der neuen Gruppe dienen könnte, nennen Branchenexperten immer wieder den Heimwerkermarkt Max Bahr. Der Verkaufswille der Hamburger dürfte gestiegen sein, seit sich die Inhaberfamilie Möhrle vor einem Jahr aus der Geschäftsführung zurück zog.

Angesichts der Überkapazitäten in der deutschen Baumarktbranche – die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young schätzen sie auf über 30 Prozent – wären weitere Zukäufe nahezu ein Kinderspiel. Als Kandidaten gelten ertragsschwache Betriebe wie die Rewe-Tochter Toom, die Baumärkte von Marktkauf oder der kleinere Konkurrent Hellweg.

Einen solchen Coup trauen Branchenexperten den Finanzinvestoren durchaus zu. Genügend Expertise ist jedenfalls vorhanden. Permira etwa, die vergeblich für Praktiker bot, leistete bereits bei Homebase exzellente Arbeit. Permira kaufte die britische Baumarktkette 2000 für 1,1 Milliarden. Euro, sanierte sie und verkaufte sie 20 Monate später mit hohem Gewinn.

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