Insolvente Drogeriekette
Unilever stoppt Lieferungen an Schlecker

Der Konsumgüterriese Unilever hat angekündigt, die insolvente Drogeriekette nicht mehr zu beliefern. Folgen andere dem Beispiel, sieht es für das Fortbestehen der Filialen schlecht aus.
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FrankfurtDer Konsumgüterriese Unilever hat seine Lieferungen an die insolvente Drogeriekette Schlecker eingestellt. „Solange die Situation so unklar ist, müssen wir uns zurückhalten“, sagte Unilever-Sprecher Konstantin Bark am Dienstag. Erst wenn der Insolvenzverwalter die Zahlung der Ware sicherstellen könne, werde Unilever die Drogeriekette wieder beliefern. „Wir gehen aber davon aus, dass sich die Situation klärt und Schlecker durch die Insolvenz eine Chance hat, am Markt zu bestehen“, sagte Bark.

Der Nivea-Hersteller Beiersdorf wollte sich nicht dazu äußern, ob er Schlecker weiter beliefert. Zu Geschäftspartnern äußere man sich nicht, teilte der Konzern Reuters mit. Wulf Klüppelholz, Sprecher des Konsumgüterkonzerns Henkel, verwies gegenüber „Spiegel Online“ lediglich darauf, dass Forderungen aus der Zeit vor dem Insolvenzantrag versichert seien. „Finanziell würde uns ein Zahlungsausfall von Schlecker nicht betreffen“, sagte Klüppelholz. Henkel beobachte die Lage und werde dann entscheiden, ob die Drogeriekette noch mit Shampoo und Waschmittel beliefert wird.

Schlecker hatte am Montag beim Amtsgericht Ulm Insolvenz angemeldet. Die Drogeriekette will mit einem Planinsolvenzverfahren in Eigenverwaltung einen Großteil der gut 7000 verbliebenen Filialen mit rund 30.000 Arbeitsplätzen retten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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