Insolvente Handelskette
Strauss Innovation kämpft um Jobs

Bis zu 1100 Arbeitsplätze sind gefährdet: Findet der angeschlagene Handelskonzern Strauss Innovation keinen Investor bis zum Winter, könnte das Düsseldorfer Unternehmen zerschlagen werden. Jetzt wird verhandelt.

DüsseldorfBei der insolventen Handelskette Strauss Innovation kämpft der Insolvenzverwalter Horst Piepenburg um den Erhalt „möglichst vieler Arbeitsplätze“. Dazu suche er weiter intensiv nach Investoren, teilte ein Sprecher Piepenburgs am Mittwoch mit. Ob das Unternehmen als Ganzes erhalten werden könne oder Teile einzeln verkauft würden, sei bisher noch nicht absehbar.

Am Dienstag hatte das Amtsgericht Düsseldorf das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet. Die Kette beschäftigt 1100 Menschen an 77 Standorten vor allem in Nordrhein-Westfalen sowie der Zentrale in Düsseldorf und einem Logistikzentrum.

Er werde den Geschäftsbetrieb vorerst fortführen, kündigte Piepenburg an. Dazu habe er die nötigen Waren bestellt. „Die derzeit laufenden Gespräche mit Interessenten sollen in den kommenden Wochen erfolgreich zu Ende geführt werden“, erklärte der Insolvenzverwalter. Der Online-Shop des Unternehmens wurde wiedereröffnet. Nach einem Wechsel des Providers sei das Portal nun leistungsfähiger.

Die in eine finanzielle Schieflage geratene Handelskette hatte bereits im Juni einen Insolvenzantrag gestellt. Nach zwei schwachen Monaten im März und April hätten die Mittel für die Finanzierung der Winter-Kollektion nicht mehr ausgereicht, hieß es damals. „Ohne Investor können wir das Geschäft bis Weihnachten weiterführen, aber nicht auf Dauer“, zitierte die „Wirtschaftswoche“ Piepenburg vor einigen Tagen.

Deutschland
Zahl der Unternehmensinsolvenzen

in Tausend


Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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