Institutionen unklar
Emissionshandel in der Praxis

Der Emissionshandel beginnt zwar erst Anfang 2005. Aber schon heute können sich Unternehmen intern auf vielfältige Art darauf vorbereiten und testweise auf dem internationalen Markt mit preiswerten CO2-Rechten handeln.

BRÜSSEL. Der Emissionshandel beginnt in Europa zwar erst 2005 und praktische Details sind ungeklärt. Noch ist zu bestimmen, welche Institutionen in der EU für Erstausgabe, Handel, Kontrolle und Sanktionen zuständig sind und wie das konkret abläuft. Das birgt Unwägbarkeiten. Aber schon heute können sich Unternehmen darauf vorbereiten und lernen, mit dem neuartigen Instrument umzugehen. „Wer früh Erfahrung sammelt, kann die Risiken reduzieren und beträchtliche wirtschaftliche Chancen realisieren“, sagt Sebastian Gallehr, Vorstandschef des branchenübergreifenden europäischen Wirtschaftsverbandes European Business Council for a Sustainable Energy Future (e5).

Wichtig sei es, den Emissionshandel nicht als zusätzliche Abgabe, sondern als neues Marktsegment zu sehen, mit dem man Geld verdienen könne. Man müsse sich mit den Möglichkeiten vertraut machen, so wie dies die Briten, Niederländer und Dänen. „Auch wenn die ihre Kyoto-Ziele womöglich nicht erreichen, sind sie die Gewinner des Handels, weil sie schon jetzt preiswert Zertifikate kaufen.“

Kurzfristig dringend nötig sei zunächst ein Monitoring-System, sagt Gallehr. Vielen Unternehmen sei noch nicht klar, das die EU-Richtlinie sie verpflichte, ab Januar für eine permanenten Emissionskontrolle zu sorgen. Dafür sei keine neue Software nötig, sondern es gebe kostengünstige Möglichkeiten, die vorhandene Software anzupassen. Das bieten spezialisierte Dienstleistungsfirmen an.

Überdies ist zu prüfen, welche Optimierungsmöglichkeiten es bei den Emissionen gibt. Wie kann man das Risiko verringern oder diversifizieren? Wie kann man Effizienzsteigerungspotentiale erkennen und bewerten? Dabei hilft unter anderem der gemeinnützige Unternehmensverband e5 mit Sitz in Brüssel und Darmstadt.

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