IT-Dienstleister verhandelt exklusiv mit Zurich Financial
CSC steht vor großem Outsourcing-Auftrag

Der IT-Dienstleister Computer Sciences Corporation (CSC) steht vor einem wichtigen Großauftrag. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, hat es exklusive Verhandlungen mit dem Versicherungsriesen Zurich Financial Services aufgenommen.

jkn FRANKFURT/M. CSC soll den Betrieb und die Pflege der Anwendungen in Nordamerika, Deutschland, der Schweiz und Großbritannien übernehmen.

Sollte CSC den Auftrag bekommen, wäre das ein wichtiger Schritt für das Unternehmen. CSC kämpft mit IBM und EDS um die Vorherrschaft im Outsourcing. Zuletzt hatten vor allem IBM oder andere Anbieter wie Accenture und Cap Gemini mit großen Aufträgen von sich Reden gemacht.

Der Zurich-Auftrag soll Branchenkennern zufolge eine Größenordnung von etwa einer Milliarde Euro besitzen. Offizielle Zahlen werden nicht genannt. Sollte es zu einem Abschluss kommen, würden mehrere hundert Mitarbeiter, darunter auch viele in Deutschland, von Zürich zu CSC wechseln.

Die exklusiven Verhandlungen mit CSC dürften IBM empfindlich treffen. Der weltgrößte IT-Konzern hatte erst vor wenigen Monaten die Verwaltung sämtlicher Computerarbeitsplätze des Versicherungs-Spezialisten übernommen und sicherlich auf weitere Outsourcing-Aufträge gehofft.

Die Auswahl von CSC zeigt nun einmal mehr, dass die Strategie der IT-Dienstleister, den großen Unternehmen möglichst die gesamte Palette von Services aus einer Hand anzubieten, offenbar nicht aufgeht. Immer mehr Konzerne gehen dazu über, ihre IT-Aufgaben an mehrere Anbieter statt nur an einen Dienstleister auszulagern.

So gab etwa der Automobilbauer Daimler-Chrysler sein Vorhaben auf, die gesamte Hardware und die dazugehörigen Services weltweit an einen Dienstleister – in diesem Fall Hewlett-Packard – auszulagern. Nun arbeitet der Konzern in Europa mit HP, Siemens und IBM und in Amerika mit Dell zusammen.

„Wir waren etwas zu optimistisch, als wir dachten, wir kämen mit einem einzigen Zulieferer aus. Wir sind ein riesiges Unternehmen. Das lag also nicht am Anbieter, die Aufgabe wäre für jeden Zulieferer zu groß“, brachte Sue Unger, die für IT zuständige Managerin von Daimler-Chrysler, ihre Erfahrungen in einem Interview mit der „Computerwoche“ jüngst auf den Punkt.

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