Jungfernflug Boeing 787-10
787-10 zum ersten Mal in der Luft

Der Boeing-Konzern erweitert die Produktfamilie seines Langstreckenflugzeugs 787. Zum ersten Mal ist heute die Variante 787-10 abgehoben – sie bietet mehr Passagieren Platz als die bisherigen Modelle. Der Premierenflug.
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DüsseldorfEs ist die dritte Variante der Boeing-787-Flugzeugfamilie mit dem Spitznamen Dreamliner: die 787-10. Am Freitag hob die erste Maschine des Typs in Charlston im US-Bundesstaat South Carolina ab. Die ersten Airlines sollen im Jahr 2018 beliefert werden, Mitte Februar hatten bereits 149 Bestellungen für die Maschine vorgelegen.

+++ Glänzende Verkaufszahlen +++
Der spritsparende Flieger verkauft sich glänzend: Bis 2021 will Boeing 1300 Dreamliner verkaufen, bislang hat es rund 500 ausgeliefert. Die 787-10 ist dabei ein wichtiger Baustein. Der Jet ist eine längere Version, die ungefähr 320 Passagiere transportieren kann – ein Drittel mehr als die erste Version 787-8. Die Differenz kostet einiges an Geld: Der Listenpreis für die 787-10 liegt mit knapp 313 Millionen Dollar um rund ein Drittel über der von der 787-8.

+++ Erste Neuentwicklung seit fast 20 Jahren +++
Der Dreamliner war die erste grundsätzliche Neuentwicklung des Konzerns seit fast 20 Jahren. Technische Probleme mit dem Kohlefaserstoff und anderen Teilen, brennende Lithium-Batterien verzögerten und verteuerten die Produktion erheblich. Anfangs veranschlagte Boeing die Gesamtkosten auf fünf Milliarden Dollar, Analysten schätzen sie auf 30 Milliarden Dollar. Die Herstellung einer 787 sollte ohne Flugzeugmotoren und Kabinenausstattung im Schnitt 40 Millionen Dollar kosten, laut Schätzungen liegt diese Summe derzeit doppelt so hoch.

+++ Vier Stunden Premiere +++

Die ursprüngliche Planung sah vor, dass die Maschine vier Stunden in der Luft sein sollte.

+++ Jungfernflug über dem Osten der USA +++

Das Flugzeug hat Charleston in Richtung Westen verlassen und fliegt um 15.45 Uhr in 10.000 Fuß Höhe mit 183 Knoten.

Bei Flightradar24 lässt sich die Position live verfolgen.

+++ Lift-Off vorgezogen auf 15.38 Uhr +++

Die 787-10 ist gestartet.

+++ Genau beobachtet +++

Das Flugzeug, das Bilder aus der Luft von der 787-10 liefern wird, ist um 15.35 Uhr abgehoben.

+++ Bereit zum Start +++

+++ Auf dem Taxiway +++

Die Maschine für den Jungfernflug ist seit ca. 15.15 Uhr deutscher Zeit auf dem Flughafen unterwegs - die Triebwerke laufen und das Flugzeug fährt über den Flughafen in Vorbereitung des Starts.

+++ Die Vorfreude und Anspannung der Beschäftigten ist groß +++

Ein Ingenieur des Triebwerk-Zulieferer Rolls-Royce.

+++ Vorbereitungen in Charleston laufen +++

Einen Live-Stream aus Charleston wird Boeing ab 15.25 Uhr deutscher Zeit anbieten. Der Jungfernflug soll wohl um 16 Uhr stattfinden.

+++ Triebwerke von Rolls-Royce +++

+++ Ein Bild der Maschine +++

+++ Boeing in Charleston +++

Nicht nur in Seattle und Umgebung fertigt Boeing Passagierjets. Ein wichtiger Standort ist Charleston im US-Bundesstaat South Carolina. Alle drei Varianten der 787 werden an dem Standort endmontiert.

Die 787-10-Produktion im Zeitraffer.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales
Der Autor ist Managing-Editor des Handelsblatts in den USA. Quelle: Frank Beer für Handelsblatt
Thomas Jahn
Handelsblatt / Korrespondent New York

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