Kahlschlag
Neckermann-Mitarbeiter kämpfen um Stellen

Der geplante Stellenkahlschlag des Versandhändlers Neckermann weckt den Kampfgeist des Betriebsrats. Er will der Unternehmensleitung am Mittwoch ein Alternativkonzept vorstellen. Möglichst viele Stellen sollen bleiben.
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FrankfurtDie Neckermann-Beschäftigten wollen den geplanten Stellenkahlschlag nicht kampflos hinnehmen. „Das kann nicht das letzte Wort sein“, sagte Neckermann-Betriebsrat Thomas Schmidt am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Der Betriebsrat werde der Unternehmensleitung bei ersten Gesprächen an diesem Mittwoch die Grundzüge eines Alternativkonzepts vorstellen.

Ziel sei es, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Der Versandhändler Neckermann.de verabschiedet sich aus dem schrumpfenden Kataloggeschäft und will mehr als jede zweite Stelle in Deutschland streichen.

Von insgesamt rund 2500 Jobs hierzulande sollen 1380 entfallen, der größte Teil am Stammsitz in Frankfurt. Das Logistikzentrum in der Mainmetropole, das vor allem Textilien ausliefert, wird dichtgemacht. Das Eigentextilsortiment und die Kataloge werden eingestellt.

Der Online-Handel macht den etablierten Versandhändlern seit Jahren zu schaffen. Allein im ersten Quartal 2012 brach der Umsatz im Katalog-Geschäft bei Neckermann um rund 50 Prozent ein. Im E-Commerce wächst das Unternehmen dagegen seit 2010 zweistellig. Neckermann will daher die Online-Sortimente Technik und Möbel sowie Haus- und Heimtextilien kräftig ausbauen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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