Kindle und Co
Amazon rechnet mit kräftigem Umsatz-Plus

Amazon lässt sich von fehlenden Gewinnen nicht den Wind aus den Segeln nehmen. Die dafür verantwortlichen Investitionen sollen sich rasch positiv auswirken. Den neuen Kindle versendet das Unternehmen früher als geplant.
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NewYork/San Francisco/BerlinDer weltgrößte Onlinehändler Amazon.com will schon bald die Früchte seines teuren Wachstumskurses ernten. Wegen der Expansionskosten schrumpfte der Gewinn zu Jahresbeginn zwar um rund ein Drittel, wie das Unternehmen am Dienstagabend nach Börsenschluss bekanntgab. Bereits im laufenden Quartal sollen aber die Investitionen, etwa in einen Musikspeicher im Netz und Web-Bezahldienste, Erfolge zeigen. Amazon rechnet mit einem Umsatzsprung zwischen 35 und 47 Prozent - weit mehr als Analysten erwarten.

Das Wachstum in Deutschland werde die Erwartungen voll erfüllen, kündigte Deutschland-Chef Ralf Kleber am Mittwoch an. Investoren zeigten sich überzeugt: An der Wall Street legten Papiere des eBay-Konkurrenten um sechs Prozent zu. Die meisten Analysten trauen Amazon zu, dass sich der eingeschlagene Expansionskurs auszahlt. „Wenn man sich die Geschwindigkeit anschaut, mit der der Umsatz wächst und alle Erwartungen übertroffen werden, zeigt sich, dass das, was sie tun, Sinn macht“, sagte Analyst Ken Sena von Evercore Partners.

Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 38 Prozent auf 9,9 Milliarden Dollar. Experten hatten im Schnitt mit 9,57 Milliarden Dollar gerechnet.

Vor allem der nordamerikanische Heimatmarkt trug zu dem Wachstum bei. Im internationalen Geschäft schlugen sich Kleber zufolge die Folgen des Japan-Bebens nieder. Der Gewinn fiel um 33 Prozent auf 201 Millionen Dollar und lag damit deutlich unter den Erwartungen. Die operative Marge ging auf 3,3 Prozent zurück, von noch 5,5 Prozent vor einem Jahr. „Es gibt kein Umsatzproblem, es gibt ein Margenproblem“, urteilte Analyst Colin Gillis von BGC Partners.

Die Gewinnentwicklung ist offenbar auch für das Unternehmen noch unklar: Im laufenden Quartal peilt Amazon einen Betriebsgewinn zwischen 95 und 245 Millionen Dollar nach 207 Dollar vor einem Jahr an.

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