Klinikbetreiber
Rhön-Klinikum braucht Kapitalerhöhung

Rhön-Klinikum zeigt sich absolut krisenfest: Der Klinikbetreiber hat im ersten Halbjahr von gestiegenen Patientenzahlen profitiert und mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Nun stehen die Zeichen weiter auf Expansion. Dafür braucht es allerdings eine Kapitalerhöhung.

HB BAD NEUSTADT. „Wir liegen voll im Soll und bekräftigen daher unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2009“, sagte Vorstandschef Wolfgang Pföhler. Mit einer Kapitalerhöhung im Volumen von mehr als 400 Mio. Euro will der Konzern seine Expansion fortsetzen und öffentliche Kliniken übernehmen. Börsianer nahmen die Geschäftszahlen zwar freundlich auf, sie seien „etwas besser“ als erwartet. „Die Kapitalerhöhung dürfte die Zahlen jedoch aufwiegen und die Aktien belasten“, sagte ein Händler.

2009 sollen sowohl Umsatz wie Überschuss weiterhin zulegen: Bei den Erlösen rechnet der Konzern mit einem Umsatzanstieg auf 2,3 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,13). Der Gewinn soll von 122,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 125 bis 135 Mio. Euro wachsen. In den ersten sechs Monaten konnte die im MDax notierte Rhön-Klinikum den Konzerngewinn um 6,3 Prozent auf 65,8 Mio. Euro steigern. Beim Gewinn je Stammaktie konnte der Konzern um 5,3 Prozent auf 0,60 Euro zulegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 5,8 Prozent auf 91,2 Mio. Euro zu. Der Umsatz verbesserte sich auf 1,14 Mrd. Euro, nachdem der Klinikbetreiber im Vorjahreszeitraum 1,05 Mrd. Euro ausgewiesen hatte.

Bei der Kapitalerhöhung sollen die gut 34,5 Mio. neuen Aktien voraussichtlich von Mittwoch an zunächst den Altaktionären zum Stückpreis von 13,30 Euro angeboten werden. Das Bezugsverhältnis wurde mit drei zu 1 festgelegt. Damit würde das Unternehmen gut 470 Mio. Euro einnehmen. Das Unternehmen hatte die Kapitalerhöhung Ende Mai angekündigt und dabei mitgeteilt, rund 500 Mio. Euro erlösen zu wollen. Mit dem frischen Geld will der Konzern seine Expansion fortsetzen und öffentliche Kliniken übernehmen.

Rhön-Klinikum hat sich auf die Übernahme und Sanierung von öffentlichen Kliniken spezialisiert. Das Unternehmen zählt neben den zu Fresenius gehörenden Helios-Kliniken und Asklepios zu den drei großen Krankenhausbetreibern in Deutschland.

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