Kommunale RWE-Aktionäre haben sich bislang der Eingliederung widersetzt
RWE hält sich bedeckt

Der Energiekonzern RWE hat es abgelehnt, sich zu Meldungen über angeblich schwierige Gespräche mit den kommunalen Aktionären der Tochter RWE Gas zu äußern. Medien hatten berichtet, der Aufsichtsrat von RWE habe die geplante Integration von RWE-Gas vorerst zurückgestellt. „Wir kommentieren das nicht“, sagte ein Sprecher am Freitag auf Anfrage.

HB ESSEN. Der Essener Energiekonzern RWE will sich nicht zu einem Zeitungsbericht äußern, wonach die schwierigen Gespräche mit den kommunalen Aktionären der Tochter RWE Gas über die Eingliederung des Geschäfts in eine neue Vertriebsgesellschaft vorläufig auf Eis gelegt wurden. „Wir kommentieren das nicht“, sagte ein Sprecher am Freitag auf Anfrage. Ein Vertreter der kommunalen Aktionäre sagte, ein solcher Beschluss sei den Anteilseignern nicht bekannt.

Die „Rheinische Post“ hatte unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, der Aufsichtsrat des Konzerns habe die geplante Integration von RWE-Gas vorerst zurückgestellt. Die aktuellen Verhandlungen der RWE-Holding mit den kommunalen Anteilseignern seien abgebrochen worden und der Zuständigkeit von Vorstand Gert Maichel entzogen worden. Künftig solle sich wieder der kommissarische Vorstand der Konzerntochter RWE-Energy, Heinz-Werner Ufer, um eine Konsenslösung mit den Aktionären bemühen, berichtete die Zeitung. Bis zu einem Abschluss dieser Verhandlungen werde der Vertrieb der GAS-Tochter den RWE-Regionalgesellschaften übertragen.

Die kommunalen Aktionäre von RWE-Gas, die rund 20 Prozent an dem Unternehmen halten, haben sich bislang der beabsichtigten Eingliederung des Gasgeschäfts in eine Vertriebsgesellschaft widersetzt. Mit ihrer Haltung blockieren sie die vollständige Umsetzung des RWE-Konzernumbaus, der im Kern die Zusammenlegung des Vertriebs von Strom und Gas sowie die Bündelung der Energieerzeugung in einer neuen Gesellschaft vorsieht. Die „Rheinische Post“ berichtete unter Berufung auf die Unternehmenskreise allerdings, dass die neue Struktur des Konzerns trotz der Schwierigkeiten mit den Aktionären von RWE-Gas wie geplant am 1. Oktober in Kraft trete.

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