Kompromiss
Bahn erzielt erste Einigung im Tarifstreit

Im Tarifstreit bei der Deutschen Bahn hat das Unternehmen einen Kompromiss mit zwei von drei Gewerkschaften erzielt. Die Einigung mit der Transnet und der GDBA sieht eine Entgelterhöhung von 4,5 Prozent bei 19 Monaten Laufzeit für die 134 000 Beschäftigten vor. Für die Bahn ist das aber höchstens die halbe Miete – der schwierige Teil der Verhandlungen kommt erst noch.

HB BERLIN. Der Tarifabschluss bei der Bahn ist perfekt. Die Verbandstarifkommission der Verkehrsgewerkschaften Transnet und GDBA stimmten dem Tarifabschluss bei der Bahn am Montagnachmittag zu. Die Einigung sei der höchste Abschluss der Bahn seit Kriegsende, sagte Bahnchef Mehdorn in Berlin.

Die Gewerkschaften Transnet und GDBA waren mit einer Forderung von sieben Prozent Erhöhung, mindestens aber 150 Euro monatlich mehr, in die Verhandlungen gegangen. Dem hatten die Arbeitgeber zunächst ein Angebot von zwei Mal zwei Prozent und einer Einmalzahlung von 300 Euro bei 30 Monaten Laufzeit entgegengesetzt.

Unter dem Druck mehrerer Warnstreiks Anfang vergangener Woche hatte Bahnchef Hartmut Mehdorn in einem Spitzengespräch sein Angebot auf 3,4 Prozent und 450 Euro Einmalzahlung aufgestockt und am Sonntag gegen Mitternacht schließlich 3,9 Prozent angesagt. Auch das war von den Gewerkschaften abgelehnt worden.

Obwohl Transnet und GDBA nun keine Warnstreiks mehr veranstalten dürften, müssen die Bahnkunden dennoch bereits ab Dienstag mit Störungen im Bahnverkehr rechnen: Die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) kündigte für die Zeit zwischen 08.00 und 11.00 Uhr wieder Arbeitsniederlegungen an. Sie verhandelt erst am Freitag erneut mit der Arbeitgeberseite.

Neben Entgelterhöhungen bis zu 31 Prozent fordert sie einen eigenen Spartentarifvertrag für das Zugpersonal. Bahn-Personalvorstand Margret Suckale hat bislang beide Forderungen als „absurd“ bezeichnet. Sie bekräftigte am Montag noch einmal ihre Absicht, darauf nicht einzugehen.

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