Konkurrenzkampf um den Sylt-Shuttle
Der Deichkrieg

PremiumDie Deutsche Bahn kämpft mit Tricks um den lukrativen Sylt-Shuttle. Erste Verhandlungen über eine Öffnung der Strecke für Wettbewerber endeten im Streit. Ausgerechnet eine Bahn-Tochter ist Herrin des Verfahrens.

DüsseldorfHannover am Donnerstagvormittag, die Räume der Deutschen Bahn Netz AG, auf der Tagungsordnung steht ein „Trassenkonfliktgespräch“. Eigentlich sollten sich die Kontrahenten um die Fahrtzeiten auf Deutschlands wohl berühmtester Kurzstrecke heute einigen. Auf der einen Seite die Deutsche Bahn AG, auf der anderen das amerikanische Eisenbahnunternehmen Railroad Development Cooperation (RDC).

Es geht um die Rechte, Autozüge vom Festland nach Sylt fahren zu lassen. Über den elf Kilometer langen Hindenburgdamm, rein ins Urlaubsparadies der Deutschen. Auf die Nordfriesen- und Sehnsuchtsinsel Sylt. Es ist ein Kampf ums Nadelöhr: Täglich können nur 40 Züge pro Richtung die teilweise eingleisige Strecke passieren.

Schon am...

 
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