Konzern plant in Deutschland keine Schließungen
Tui schließt in den Niederlanden viele Reisebüros

Die wachsende Bedeutung des Internets in der Reisebranche führt beim Touristikkonzern Tui nach Großbritannien auch in den Niederlanden zur Schließung von Reisebüros.

HB FRANKFURT. Tui Niederlande werde rund ein Viertel seiner 135 eigenen Reisebüros in den kommenden zwei Jahren schließen, sagte Tui-Sprecher Jaap de Carpentier Wolf am Freitag. Der Anteil der Internet-Buchungen sei in den Niederlanden stark gestiegen. Welche gut 30 Reisebüros betroffen seien, stehe noch nicht fest.

Die niederländische Konzerntochter hatte im vorigen Jahr bei einem Umsatz von rund 700 Millionen Euro mit einem operativen Verlust abgeschlossen. Grund für die Veränderungen im Reisebürovertrieb seien allerdings keine wirtschaftlichen Probleme in den Niederlanden, hieß in der Tui-Konzernzentrale.

Vor wenigen Wochen hatte Europas größter Reisekonzern bereits in Großbritannien den Abbau von mehr als 800 Stellen bei der Reisebürokette Lunn Poly angekündigt, die künftig unter der britischen Tui-Dachmarke Thomson geführt werden. Dort will sich Tui künftig noch stärker als bisher auf den Vertrieb von Reisen per Internet ausrichten.

Im Heimatmarkt Deutschland stünden allerdings keine Schließungen bei den 460 eigenen Reisebüros an, sagte Konzernsprecherin Stefanie Rother. Im vorigen Jahr seien bereits 70 deutsche Reisebüros geschlossen worden. „Das läuft jetzt gut. Mit weiteren Einschnitten rechnen wir nicht“, sagte Rother.

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