KPN
Bei E-Plus müssen die Mitarbeiter bangen

Der niederländische Telekom-Konzern KPN will in der EU expandieren. Währenddessen plant die deutsche Mobilfunktochter E-Plus die Hälfte der Mitarbeiter abzubauen.

DÜSSELDORF. Der niederländische Telekom-Konzern KPN will sein Auslandsgeschäft stärken. Darüber hinaus will KPN in weiteren EU-Ländern als Billiganbieter von Mobilfunkdiensten auftreten. Bisher sind die Niederländer nur in Belgien und Deutschland aktiv. Bei der deutschen Mobilfunktochter E-Plus soll die Hälfte der rund 3 000 Mitarbeiter durch Auslagerung oder Personalabbau wegfallen, heißt es in Branchenkreisen.

KPN wollte dies am Donnerstag nicht bestätigen, E-Plus aber dementierte die Gerüchte um die Reduzierung von Stellen nur halbherzig. „Derzeit gibt es keine Beschlüsse zu einem Stellenabbau“, sagte eine Sprecherin von E-Plus. „Was die Zukunft angeht, kann ich keine Aussagen machen.“

Mag es auch noch an formellen Beschlüssen fehlen, gut unterrichtete Kreise bestätigen übereinstimmend, dass es solche Pläne gibt. Grund ist eine radikale Straffung, die der neue E-Plus-Chef Michael Krammer dem nach Kunden drittgrößten deutschen Mobilfunker verordnet hat. Krammer hat sich bereits als Chef des österreichischen Mobilfunkers Telering den Ruf eines eisernen Kostensenkers und aggressiven Preisbrechers erarbeitet.

Für den deutschen Markt hat er nun ähnliches vor: „Andere Branchen mussten nach dem Wachstum auch eine Phase der Effizienzsteigerung durchschreiten; das fehlt dem Mobilfunk noch“, sagte er auf der Handelsblatt-Tagung zum Telekom-Markt Anfang des Monats.

Die Mobilfunkpreise in Deutschland sind seit Mitte vergangenen Jahres zwar bereits deutlich gefallen, weil zahlreiche Billigheimer ohne eigenes Netz auf den Markt gekommen sind. Krammer will die Tarife aber weiter drücken, weil deutsche Kunden sich immer noch „abgezockt“ fühlten. „Der Verdrängungswettbewerb hat begonnen“, stellte er fest.

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