Kuba
Rum und Zigarren für die USA

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USA sind der größte Rum-Markt der Welt

Viele Raucher genießen ihre Zigarre zudem mit einem Rum. Der Schnaps aus Zuckerrohr ist der zweite Exportschlager Kubas. 3,5 Million Kisten Rum à neun Liter etwa exportiert das staatliche Unternehmen Cuba Ron jedes Jahr. Wichtigster Absatzmarkt im Ausland ist Deutschland, gefolgt von Frankreich und Italien. „Wenn wir in die USA exportierten dürften, könnten wir zwei Millionen Kisten pro Jahr mehr verkaufen“, sagt Firmenchef Juan González Escalona. Die Markennamen hat das Unternehmen in den USA schon schützen lassen.

Auf dem größten Rum-Markt der Welt wird das Geschäft von Bacardi dominiert. Die Unternehmerfamilie war nach der sozialistischen Revolution auf Kuba in den Fünfzigerjahren enteignet worden und hatte die Produktion auf die Bahamas verlegt.

Cuba Ron brennt in fünf Destillerien auf der Insel den Rum der Bacardi-Marken Havana Club, Santiago de Cuba und Perla del Norte. Acht Rum-Meister überwachen die Qualität und entwickeln neue Sorten.

Kubanischer Rum wird ausschließlich aus kubanischem Zuckerrohr und mit kubanischem Wasser gebrannt. Ausgebaut wird das Destillat in Fässern, in denen zuvor Whisky gelagert wurde. „Die Qualität des Ausgangsprodukts ist entscheidend. Die Reifung kann den Rum nur verfeinern, aber nicht retten“, sagt Cuba-Ron-Chef Escalona. „Wir setzen auf eine möglichst natürliche Herstellung. Wir kennen die modernen Techniken, vertrauen aber vor allem auf die Tradition.“

Den Großteil der Produktion von Cuba Ron trinken die Kubaner noch immer selbst. Im Ausland steht Rum für Fiesta und karibisches Lebensgefühl. Bartender in deutschen Cocktailbars mixen den einfachen Havana Club für gut zehn Euro in die Drinks. Das Spitzenprodukt von Cuba Ron aber kostet so viel wie ein Gebrauchtwagen: Rund 3000 Euro werden für einen halben Liter Santiago de Cuba 500 fällig.

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Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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