Längere Ladenöffnungszeiten
Kaum einer kauft nach 20 Uhr ein

Die verlängerten Ladenöffnungszeiten zur WM haben sich in den Kassen bislang kaum ausgewirkt. Nur vereinzelt verbuchten Händler ein Plus. Zumeist blieb es aber ruhig. Doch der Einzelhandelsverband gibt die Hoffnung noch nicht auf.

HB BERLIN. Bei hochsommerlichem Wetter kamen am Wochenende zwar Zehntausende in die Zentren der Spielorte. Den Umsatz der Geschäfte beflügelte dies nach ersten Einschätzungen in Frankfurt am Main, Berlin oder Leipzig jedoch zunächst kaum. Nur in Stuttgart und Hannover waren manche Läden voller. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) setzt darauf, dass sich das Angebot noch stärker herumspricht.

In Berlin war es in den meisten Filialen und Kaufhäusern am Wochenende „eher ruhig“. Ob die Öffnungszeiten angenommen werden, ist aber laut Handelsverband frühestens nach einer Woche zu sagen. In Frankfurt waren die Umsätze trotz zahlreicher englischer Fans in der Innenstadt am Samstag um 30 Prozent geringer als sonst, wie der Präsident des hessischen Einzelhandelsverbands, Frank Albrecht, sagte. „Fußball ist nicht das Ereignis, das die Menschen in den Einzelhandel treibt.“ Er rechne damit, dass künftig weniger Geschäfte an Wochenenden öffnen.

Um vom erwarteten Besucherandrang bei der WM zu profitieren, sind in mehreren Bundesländern die Ladenöffnungszeiten für die vier Turnierwochen bis in den späten Abend verlängert worden. Kunden in fünf der zwölf Spielorte – München, Nürnberg, Frankfurt/Main, Hamburg und Köln – können werktags rund um die Uhr einkaufen, wenn Geschäfte die Möglichkeit nutzen.

In Stuttgart hieß es am verkaufsoffenen Sonntag in Passagen und Warenhäusern: „Es ist richtig voll.“ In Hannover kamen laut City-Gemeinschaft rund 250 000 Menschen zum Bummeln. Trotz des warmen Wetters sei der Verkauf „zufrieden stellend“ gewesen. In Leipzig strömten laut Verband am Wochenende viele Menschen in den Stadtkern, „der große Umsatz“ blieb aber aus.

„Die WM dauert noch ein bisschen“, sagte HDE-Sprecher Hubertus Pellengahr. Wo in Innenstädten Veranstaltungen stattfinden, herrsche nun deutlich mehr Leben. Dabei seien die Erwartungen der Geschäfte aber je nach Standort realistisch. Von WM-Gästen könnten Lebensmittelmärkte stark profitieren, auch bei Möbelhäusern seien Öffnungen am Wochenende erfahrungsgemäß beliebt.

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