Langfristiges Überleben noch nicht gesichert
Sonderertrag beschert Swiss einen Quartalsgewinn

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss hat im zweiten Quartal 2004 zum ersten Mal in ihrer zweijährigen Geschichte einen Gewinn geschrieben. Dies ist allerdings nur der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von gut 68 Millionen Schweizer Franken zu verdanken. Ohne diese hätte ein Minus von 23 Millionen Franken gestanden.

HB ZÜRICH. Trotz fühlbarer Kostensenkungen ist das langfristige Überleben der Swissair-Nachfolgesellschaft noch nicht gesichert und für den am 1. Juli zur Swiss gewechselten früheren Lufhansa-Manager Christoph Franz bleibt noch viel zu tun. Für das Halbjahr ergab sich ein Verlust von 33 Mill. sfr bei einem Umsatz von 1,72 Mrd. sfr.

Es rächt sich für die Gesellschaft, dass die Kontrakte zur Absicherung der Treibstoffkosten vor einiger Zeit verkauft wurden. Nun muss Swiss mit den steigenden Treibstoffkosten fertig werden. Die Preissteigerungen führten im ersten Halbjahr zu einem Zusatzaufwand von 29 Mill. sfr.

Ohne diesen Zusatzaufwand wäre Swiss ihrem Ziel eines ausgeglichenen Betriebsergebnisses näher gekommen. Ohne Berücksichtigung der Sondererträge ergab sich im zweiten Quartal ein Betriebsverlust von 18 Mill. sfr, der dank den 68 Mill. zu einem Betriebsgewinn von 50 Mill. sfr wurde. Vor Jahresfrist lag der Betriebsverlust noch bei 147 Mill. sfr. Seitdem wurde das Streckennetz deutlich verkleinert.

Um die Produktivität weiter zu steigern und die Kosten weiter zu senken, will Swiss vor allem die Europastrecken noch einmal unter die Lupe nehmen. Die Frage, wie die Ertragslage bei Swiss im Einzelnen verbessert werden soll, liess die Gesellschaft, zunächst offen. Auch zu der Frage eines Allianz-Beitritts enthielt der Halbjahresbericht nichts Neues.

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