Lebensmittel
Gewerkschaft NGG fordert soziale Qualitätssiegel

Künftig sollten Qualitätssiegel der Branche auch soziale und ökologische Standards berücksichtigen und Kinderarbeit bei Rohstoffen aus Entwicklungsländern ausschließen, fordert die Lebensmittel-Gewerkschaft NGG.
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DüsseldorfDie Lebensmittel-Gewerkschaft NGG fordert, die Qualitätssiegel der Branche sollten künftig auch soziale und ökologische Standards berücksichtigen. Künftig sollten Qualitätssiegel wie die deutsche QS-Kennzeichnung auch Kinderarbeit bei Rohstoffen aus Entwicklungsländern ausschließen, und belegen, dass die Hersteller sich an deutsche Tarifverträge halten.

„Bei einem Qualitätssiegel können wir nicht nur über Tierhaltung reden“, sagte Franz-Josef Möllenberg dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe). In dieser Woche feierte das nach der BSE-Krise eingeführte Qualitätssystem QS sein zehnjähriges Bestehen.

Möllenberg forderte, alle alle Lebensmittel sollten mit dem genauen Ort ihrer letzten Verarbeitung gekennzeichnet werden. Eine solche Kennzeichnung ermögliche es den Kunden, verstärkt regionale Produkte zu kaufen und komme so vielen Mittelständlern zugute. „Wir wollen nicht, dass die Lebensmittel in Europa nur noch aus einem Topf kommen“, sagte er.

„Die Branche ist besser als ihr Ruf, hat aber Glaubwürdigkeit verspielt“, warnte Möllenberg im Handelsblatt. „Das muss sich ändern, wenn die Industrie nicht Geschäftsmodellen wie dem von Food-Watch zum Opfer fallen will.“

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