Lob der Aktionäre
Metro hält an ambitionierten Zielen fest

Ungeachtete der schwachen deutschen Einzelhandelskonjunktur hält die Düsseldorfer Metro AG an ihren ambitionierten Wachstumszielen fest.

cs DÜSSELDORF. Wie Vorstandschef Hans-Joachim Körber am Freitag auf der Hauptversammlung des Konzerns bekräftigte, soll der Konzernumsatz vor Wechselkurseffekten im laufenden Geschäftsjahr um mindestens sechs Prozent steigen, das Ergebnis je Aktie vor planmäßigen Firmenwertabschreibungen um sechs bis zehn Prozent.

Ein Großteil der Investitionen von 1,8 Mrd. Euro werden daher – neben China – in den Osten Europas gehen. Noch in diesem Jahr werde man Cash-and-Carry-Märkte in Serbien und Moldavien eröffnen. Die SB-Warenhaustochter Real plane für Ende 2004 oder Anfang 2005 die erste Markteröffnung in Moskau.

Überwiegend Lob erhielt der Metro-Vorstand von Seiten der Aktionäre. Der Aktienkurs habe seit der letzten Hauptversammlung um 50 Prozent zugelegt, freute sich Erika Cebulla von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger. „Die Metro ist eine Ausnahmeerscheinung im deutschen Einzelhandel“, sagte Jella Benner-Heinacher, Aktionärsvertreterin der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz.

Besorgt zeigte sich Benner-Heinacher aber über den Geschäftsrückgang der Metro-Tochter Kaufhof: „Ich warne davor, dass daraus ein Sanierungsfall wird.“ „Ich glaube nicht“, so Körber wörtlich, „dass wir uns in Richtung Karstadt bewegen.“ Es seien bereits „einschneidende Maßnahmen aus dem neuen Leistungssteigerungs- und Kostendämpfungsprogramm“ gestartet worden. Zudem rechne er damit, dass sich die Zahl der Rabattschlachten reduziert.

Der Metro-Chef deutete an, die vor einiger Zeit gefassten Verkaufspläne für die Baumarkttochter Praktiker zu überdenken. Nachdem sich Praktiker im vergangenen Jahr wieder klar auf niedrige Preissegmente konzentrierte, wird das Unternehmen voraussichtlich in diesem Jahr den break-even erreichen.

Wie erwartet wählte der Aufsichtsrat Haniel-Finanzvorstand Theo Siegert, 57, zu seinem Vorsitzenden. Siegert ersetzt damit den schwer erkrankten Günther Hülse, 61.

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