Lohnerhöhung ab Juli
Widerstand für Cook-Sparpläne

Die Gewerkschaft Verdi hat die Forderung des Thomas-Cook-Vorstandes nach längeren Arbeitszeiten abgelehnt. Europas zweitgrößter Touristikkonzern sößt somit bei seinen zusätzlichen Einsparbemühungen im Personalbereich auf Widerstand.

HB FRANKFURT. Es gebe derzeit keine Veranlassung über die vom Cook-Vorstand geforderte Verlängerung der Arbeitszeit und Verschiebung von Lohnerhöhungen zu verhandeln, teilte Verdi am Donnerstag mit. Die Beschäftigten des finanziell angeschlagenen Konzerns in Deutschland erhielten - wie im gültigen Flächentarifvertrag für die Reisebranche vereinbart - vom 1. Juli an ein Prozent mehr Geld, teilte Verdi zudem anlässlich einer Betriebsversammlung bei Cook in Oberursel mit.

Cook wird dennoch mit dem Betriebsrat über weitere Einsparmöglichkeiten verhandeln. Die Bemühungen seien keineswegs gescheitert. „Wir verhandeln morgen offiziell mit dem Betriebsrat“, sagte ein Cook-Sprecher. Der Betriebsrat sei sich der Problemlage bewusst. Am Ende müsse eine Betriebsvereinbarung auch Verdi zur Zustimmung vorgelegt werden. Verdi erklärte, derzeit werde lediglich für die Cook-Fluggesellschaft Condor weiter über einen Sanierungstarifvertrag und entsprechende Sonderregelungen verhandelt.

Cook erklärte, von gut 5 500 Cook-Beschäftigten fielen nur gut 2 000 Beschäftigte unter den Flächentarifvertrag der Branche. Für Condor gelten generell separate Haustarifverträge für Boden-, Kabinen- und Pilotenpersonal.

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