Lokführer stellen neues Ultimatum
„Bahn beschwört noch schärfere Gangart herauf“

Der regionale Zugverkehr in Deutschland hat sich nach dem Ende des 30-stündigen Lokführerstreiks rasch normalisiert. Die Lokführergewerkschaft GDL hat der Bahn unterdessen eine weitere Frist für ein verbessertes Angebot gesetzt. Der Bahnvorstand habe bis Montag 15 Uhr Zeit, ein neues Angebot vorzulegen.

HB FRANKFURT/BERLIN. Mit ihrer bisherigen Haltung „beschwört die Bahn eine noch schärfere Gangart im Tarifkonflikt herauf“, sagte der Vize-Vorsitzende der GDL, Claus Weselsky. Bis zum Ablauf der Frist werde es zunächst keine weiteren Streiks im Nahverkehr geben. Am Montag werde dann über das weitere Vorgehen entschieden. Ob es weitere Streiks geben werde, hänge vom Verhalten der Bahn ab. Die Bahn müsse nun endlich ein verbessertes Angebot vorlegen, forderte Weselsky. „Hierzu setzen wir dem Bahnvorstand eine Frist bis Montag 15 Uhr.“

Der am Freitag nach 30 Stunden um 8 Uhr beendete Streik sei erfolgreich verlaufen, sagte Weselsky. Im Osten Deutschlands seien die Züge fast flächendeckend stehengeblieben. Bahn-Vorstand Karl-Friedrich Rausch sagte in Berlin, insgesamt seien 18 000 Regionalzüge und S-Bahnen ausgefallen, also die Hälfte des normalen Angebots. Von dem Ausstand seien etwa 2,7 Mill. Pendler betroffen gewesen. Nach Rauschs Worten beteiligten sich 2500 in der Gewerkschaft GDL organisierte Lokführer an den Arbeitsniederlegungen, 55 Prozent von ihnen in Ostdeutschland.

Am Mittag sagte Bahn-Vorstandsmitglied Karl-Friedrich Rausch in Berlin: „Der Verkehr läuft schneller und besser als von uns selbst erwartet.“ Bereits mittags um 12 Uhr seien in Westdeutschland 95 bis 100 Prozent der Regionalzüge und S-Bahnen wieder nach Plan gefahren. Im Osten habe diese Quote bei 60 bis 85 Prozent gelegen.

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