Luftfahrtbündnis
Air India soll Star Alliance beitreten

Das weltweit größte und von der Deutschen Lufthansa dominierte Luftfahrtbündnis Star Alliance weitet seinen Einfluss in Indien aus. Über den Beitritt von Air India soll noch im Dezember entschieden werden. Das Bündnis würde damit eine der letzten Lücken im weltweiten Netz schließen.

FRANKFURT. Mit Air India würde die 1997 gegründete Star Alliance einen der letzten Lücken in ihrem Netz schließen, in dem Fluglinien ihre Strecken bündeln und Passagiere durch Meilenprogramme an sich binden. In Indien hat auch noch keine der konkurrierenden Allianzen Oneworld (British Airways) und Skyteam (Air France-KLM) einen Partner. Die aus Frankfurt geführte Star Alliance hatte erst im Oktober Egypt Air begrüßt und will im Dezember Air China und Shanghai Airlines aufnehmen. Zudem schloss Lufthansa im Juli mit Airunion, der zweitgrößten russischen Fluglinie nach Aeroflot, eine bilaterale Kooperationsvereinbarung. Solch ein „Codeshare“ gilt als erster Schritt für den Beitritt.

Indien ist zwar ein Wachstumsmarkt, hinkt in der Luftfahrt aber hinterher. Air India hat aufgrund von Verspätungen und Servicemängeln international keinen guten Ruf. Erst im Februar hatte ein Zwischenfall auf dem Flughafen Frankfurt für Schlagzeilen gesorgt. Von der Ankündigung im Dezember werden deshalb noch rund zwei Jahre bis zum Beitritt vergehen. Die private indische Fluglinie Jetairways will sich vorerst keiner Allianz anschließen.

Tanja Kewes
Tanja Kewes
Handelsblatt / Chefreporterin
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