Lufthansa betroffen
USA warnen vor Fehler bei Jumbo-Jet

Die US-Flugaufsicht FAA ordnet einen sofortigen Software-Tausch bei den neuesten Boeing-Jumbos an. Die derzeitige Software könne zu einem unkontrollierten Flugverlauf führen. Auch die Lufthansa ist davon betroffen.
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Washington/ FrankfurtDie US-Flugaufsicht FAA hat einen sofortigen Software-Tausch bei den neuesten Boeing -Jumbos angeordnet. Betroffen ist auch die Lufthansa. Die derzeitige Software könne zu Fehlern bei der Schubumkehr und damit zu einem unkontrollierten Flugverlauf führen, teilte die FAA am Dienstag mit. Konkret gehe es um Maschinen des Typs 747-8 und 747-8F mit Triebwerken von General Electric. Bei den Flugzeugen handelt es sich um die neueste Version des Jumbo-Jets.

Nach Aussagen von Boeing ist der Fehler bislang nie im Flug aufgetreten. Größter Abnehmer des runderneuerten Jumbos ist die Lufthansa. Das Unternehmen habe den Hinweis der FAA am Dienstag erhalten, sagte ein Sprecher. „Wir prüfen zurzeit, in welchem Umfang unsere Flotte von elf Boeing 747-8 betroffen ist und wie gegebenenfalls unsere Kommentierung gegenüber der FAA aussieht.“ Die Kranich-Linie hat insgesamt 19 der nach Listenpreis jeweils 360 Millionen Dollar teuren Jets mit dem markanten Buckel geordert. An Bord finden gut 360 Passagiere Platz.

Der Jumbo konkurriert direkt mit dem Airbus A380. Dabei setzten die Amerikaner aber nicht auf eine komplette Neuentwicklung, sondern überarbeiteten ihren mittlerweile betagten Verkaufsschlager. Den ersten Ur-Jumbo nahm die Lufthansa in den 70er Jahren in die Flotte. Nach Lufthansa-Angaben ist die 747-8 um 15 Prozent treibstoffeffizienter als vergleichbare Interkontinentaljets und produziert 15 Prozent weniger Lärmemissionen. Die Nachfrage nach dem Modell ist jedoch deutlich geringer als von Boeing erhofft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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