Lufthansa-Billigtochter
Eurowings fliegt ab München 32 Ziele an

Eurowings fliegt im kommenden Jahr ab München 32 Ziele in Ferienregionen Südeuropas an. Die Lufthansa-Tochter erwägt mittelfristig auch Langstreckenflüge von München. Die Landeshauptstadt biete großes Potenzial.
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MünchenDie Lufthansa reagiert auf die stark wachsende Nachfrage nach Billigflügen und bietet von Ende März an ab München 89 Eurowings-Flüge pro Woche an. Die Lufthansa-Tochter werde vier Airbus-A320-Flugzeuge in München stationieren und 32 Ziele anfliegen – meist „Sonnenziele“ in den Ferienregionen Süd- und Westeuropas, sagte Lufthansa-Vorstand Karl Ulrich Garnadt am Mittwoch in München.

Flughafenchef Michael Kerkloh sagte, München habe bei Billigflügen großen Nachholbedarf. Obwohl die Bevölkerung in der Region sehr reisefreudig sei, liege der Anteil der Low-Cost-Anbieter heute bei nur fünf Prozent und mit Eurowings bei sieben Prozent. Dagegen hätten Hamburg 20, Düsseldorf 42 und Köln-Bonn sogar 69 Prozent Billigflug-Anteil.

Für die Ansiedlung von Eurowings zahle der Flughafen Eurowings eine zeitlich begrenzte Marketing-Unterstützung wie jeder anderen Fluggesellschaft auch. Lufthansa-Vorstand Garnadt sagte, der Vorteil für Eurowings seien die optimierten Abläufe in München, die Gebühren seien aber höher als an kleineren Flughäfen.

Mittelfristig könnte die Lufthansa -Billigtochter Eurowings von München aus auch Langstreckenflüge anbieten. „Das ist ab 2018 auf der Planungsagenda“, sagte Garnadt. Die reisefreudigen Oberbayern böten genug Umsatzpotenzial, damit Eurowings auch Überseeverbindungen in Betracht ziehen könne. Eurowings bietet bereits Langstreckenflüge an, aber derzeit nur von Köln aus. Eine Präsenz am größten deutschen Flughafen in Frankfurt sei für das kommende Jahr nicht geplant.

2017 peilt die in diesem Jahr defizitäre Lufthansa-Tochter zudem einen operativen Gewinn an. „Das Ziel, operativ schwarze Zahlen zu schreiben, das haben wir“, sagte Garnadt. Die Übernahme weiterer Teile von Air Berlin oder dessen Partner Etihad stehe nicht an. „Das steht im Moment nicht auf der Agenda“, sagte der Manager. Sein Haus habe genug mit der Integration von Germanwings und Eurowings, der Leasingübernahme von 33 Air-Berlin-Fliegern und der Übernahme von Brussels Airlines zu tun. „Da sind wir nicht in der Lage, mehr zu machen 2017“, sagte Garnadt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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