Manager ersetzen die Streikenden
Northwest Airlines fliegt trotz streikender Mechaniker

Die fünftgrößte amerikanische Fluggesellschaft Northwest Airlines fliegt trotz eines seit Freitag um Mitternacht laufenden Streiks der Mechaniker weiter. Die 4430 Mitglieder der Gewerkschaft AMFA (Aircraft Mechanics Fraternal Association) wurden durch 1900 Manager und Fremdpersonal ersetzt.

HB EAGAN. Die Gewerkschaft, zu der neben den Mechanikern auch das Reinigungspersonal gehört, protestierte mit dem Ausstand gegen das jüngste Northwest-Tarifangebot. Es würde nach ihren Angaben für 53 Prozent der AMFA-Mitglieder den Stellenverlust und für die restlichen Mitarbeiter eine Lohnkürzung von 26 bis 26 Prozent bedeuten.

Die Gesellschaft habe das letzte Gewerkschaftsangebot abgelehnt, das ihr jährlich 176 Millionen Dollar Ersparnisse gebracht und mehr Arbeitsplätze gerettet hätte, erklärte die Gewerkschaft. Die Mechaniker hatten 16 Prozent Lohnkürzung angeboten. Sie verdienen momentan etwa 36 Dollar je Stunde.

Die Gesellschaft beschäftigt insgesamt rund 38 000 Mitarbeiter. Sie hat seit 2000 nach Angaben der US-Wirtschaftsagentur Bloomberg 2,5 Milliarden Dollar Verluste angehäuft. Die amerikanischen Fluggesellschaften leiden unter hohen Tarif- und eskalierenden Flugbenzinkosten. Sie hatten nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 Milliardenverluste verbucht. Der Siegeszug der Billigfluglinien wie Southwest Airlines kam hinzu.

Northwest hat Knotenpunkte in Detroit, Minneapolis/St. Paul, Memphis, Tokio und Amsterdam und hat täglich rund 1600 Flüge. Am Samstag gab es rund 250 Flüge weniger als normal.

„Wir wollen unseren normalen Betrieb auf den inländischen und internationalen Strecken aufrechterhalten“, betonte Northwest- Konzernchef Doug Steenland. Er nannte das letzte Tarifangebot der Gesellschaft „fair“. Das Unternehmen wolle von allen Mitarbeitergruppen „gerechte“ Tarifkostenersparnisse haben, um erfolgreich restrukturieren zu können. Northwest verlangt Gesamttarifkonzessionen von 1,1 Milliarden Dollar, wobei die Piloten und Manager bisher 300 Millionen Dollar Abschläge akzeptiert hatten.

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