Mangel an Führungskräften – Expansionspläne in Asien
DHL eröffnet in China Logistik-Schule

Die Deutsche-Post-Tochter DHL will ihre Expansionspläne in China mit einer eigenen Ausbildungsstätte vorantreiben. „Unser Hauptproblem auf dem rasch wachsenden Markt China ist es, qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu halten“, begründete Joachim Kayser, Leiter Konzernführungskräfte der Deutschen Post AG die neue Strategie.

PEKING. Daher eröffnete die Logistiktocher, die in den kommenden Jahren im chinesischen Transportgeschäft um 35 bis 40 Prozent wachsen will, kürzlich in Schanghai die DHL Logistic Management University (LMU). Die erste Ausbildungsstätte der Branche in China soll im kommenden Jahr 40 Kurse für 7500 Teilnehmer bieten und später nicht nur für DHL-Mitarbeiter, sondern auch für Dritte offen sein.

Vor allem ausländische Konzerne klagen in China über ein schwach ausgeprägtes Gefühl der Firmenzugehörigkeit. Schon für ein geringes zusätzliches Gehalt wechseln oft ganze Abteilungen den Arbeitgeber.

Angaben über die Wechselquote des Personals bei DHL in China wollte Kayser nicht machen: „Aber die Fluktuation ist deutlich zu hoch.“ Mit einer über Jahre angelegten Ausbildung will DHL nicht nur die Ausbildungsqualität in der gesamten Logistik-Industrie verbessern, sondern auch das gewonnene Personal längerfristig an sich binden. An der LMU sollen auch Mitarbeiter aus anderen Teilen Asiens – etwas aus Südkorea – vor allem als Führungskräfte ausgebildet werden.

DHL gehört in China zu den ersten Brancheneinsteigern und ist seit 1986 mit einem Joint Venture vertreten. In den vergangenen Jahren hat die Deutsche-Post-Tochter in China 273 Mill. Dollar investiert. Anfang Oktober kündigte DHL an, die Kapazität seines Standortes Hongkong zu verdoppeln. Das deutsche Unternehmen hat nach eigenen Angaben im Reich der Mitte bei der internationalen Expresszustellung einen Marktanteil von gut einem Drittel und nennt sich größter Anbieter. „Aber auch der Inlandsmarkt entwickelt sich sehr gut“, so Kayser.

Dieser ist jedoch hart umkämpft und vom alten Monopolisten Express Mail Service (EMS), einer Tochter der China Post, dominiert. Inzwischen gibt es in China rund 1500 Zusteller, 450 mit ausländischer Beteiligung.

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