McDonald's wächst kaum
Auch ein Big Mac muss erstmal verkauft werden

Die Wachstumsschwäche der Sommermonate hat McDonald's überstanden. Im Weihnachtsquartal gelang aber nur ein leichtes Plus, dem die schwache Konjunktur in Europa nichts anhaben konnte – Neueröffnungen sei Dank.
  • 2

Oak BrookDer Schnellrestaurant-König McDonald's muss um seine Kunden kämpfen. Klassiker wie Big Macs oder Chicken McNuggets sind keine Selbstläufer mehr. Gründe sind die unsichere wirtschaftliche Lage und die harte Konkurrenz durch andere Fastfood-Ketten. Vor allem im Sommer lief das Geschäft mau; gegen Jahresende sah es wieder etwas besser aus.

Im Gesamtjahr konnte McDonald's den Umsatz schließlich noch um zwei Prozent auf 27,6 Milliarden Dollar hochschrauben (20,7 Milliarden Euro). Dagegen fiel der Gewinn wegen gestiegener Kosten um ein Prozent auf unterm Strich knapp 5,5 Milliarden Dollar, wie das US-Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Auch der Rivale Burger King musste zuletzt um die Kundschaft buhlen. Das Geschäft mit Whopper und Co. war im Spätsommer kaum von der Stelle gekommen. Burger-King-Chef Bernardo Hees hatte ähnlich wie sein McDonalds-Kollege Don Thompson von einer „herausfordernden globalen Wirtschaftslage“ gesprochen.

Zahlen für das Schlussquartal fehlen bei Burger King allerdings noch. Bei McDonald's liegen sie vor: Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf knapp 7,0 Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro). Der Gewinn verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Prozent auf unterm Strich 1,4 Milliarden Dollar.

Analysten hatten befürchtet, dass das Geschäft von McDonald's zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt schrumpfen könnte. Selbst in dem von der Schuldenkrise geplagten Europa verdiente die Fastfood-Kette letztlich aber mehr Geld. Die Aktie stieg im frühen New Yorker Handel leicht.

Das Wachstum zum Jahresende kam vor allem durch Neueröffnungen zustande. Wenn man nur diejenigen Filialen betrachtet, die seit mehr als einem Jahr bestehen, legte der McDonald's-Umsatz im Schlussquartal um denkbar knappe 0,1 Prozent zu. Im Gesamtjahr sah es etwas besser aus: Hier stiegen die sogenannten vergleichbaren Verkäufe um 3,1 Prozent, wobei McDonald's in den heimatlichen USA am stärksten zulegte. Danach folgte Europa vor Asien und Afrika. Neue Produkte wie Kaffee und Kuchen oder Salate hatten zu Jahresbeginn noch für deutliche Zuwächse gesorgt, dann flaute das Geschäft ab.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

Kommentare zu " McDonald's wächst kaum: Auch ein Big Mac muss erstmal verkauft werden"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Über Geschmack lässt sich nicht streiten.

  • Ich denke man sollte froh sein, das sich die Kunden diesen Nahrungsmittelmüll weniger reinstopfen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%