Mehr als 50 Neueröffnungen geplant
Douglas setzt auf besonnene Übernahmepolitik

Der Drogerie- und Buchhändler Douglas will sich durch die Konsolidierung in der Parfümerie-Branche nicht beirren lassen und verzichtet vorerst auf Zukäufe. Auch eine Übernahme der französischen Sephora sei kein Thema mehr.

HB HAGEN. Die erwartete Übernahme des französischen Parfümeriekette Mariaunnaud durch den Hongkonger Mischkonzern Hutchison Whampoa sei eine Herausforderung für Douglas, sagte Vorstandschef Henning Kreke auf der Hauptversammlung am Mittwoch in Hagen. „Wir beobachten das sehr genau, aber lassen uns dadurch nicht unter Druck setzen, um etwa einen überhöhten Preis für Angebote im Markt zu bezahlen,“ sagte er zu Reuters. Deshalb werde Douglas auch von der Übernahme des zur Luxusmarkengruppe LVMH gehörenden französischen Parfümeriekette Sephora Abstand nehmen. „Sephora ist vom Tisch“, sagte Kreke. Das hohe Angebot für Mariaunnaud lasse erwarten, dass auch die Preisvorstellungen für Sephora viel zu hoch seien.

Douglas wolle im Parfümeriegeschäft vor allem organisch wachsen, sagte der Konzernchef. Geplant seien im laufenden Geschäftsjahr 50 Neueröffnungen, wenn die Mietpreise stimmten, seien aber auch mehr möglich. „Wir haben die Power, 60 bis 70 Neueröffnungen zu handeln.“ Im laufenden Geschäftsjahr stehe dem Konzern ein Investitionsvolumen von rund 120 Millionen Euro nach 118 Millionen Euro im Vorjahr zur Verfügung, sagte Kreke. „Wir würden sogar gerne auch ein bisschen mehr investieren, sofern sich geeignete Standorte finden lassen.“ Bei passenden Objekten kämen auch Akquisitionen in Frage, bekräftigte der Douglas-Chef.

In den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2004/05 (zum 30. September) hat Douglas seinen Umsatz um 4,1 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro gesteigert und liegt damit im Rahmen seiner Ziele für das Geschäftsjahr, in dem der Umsatz um vier bis sechs Prozent zulegen soll. Bereinigt um die Ende September verkauften Aktivitäten von Christ in der Schweiz sei der Umsatz bis Ende Februar um 6,8 Prozent gestiegen, sagte Kreke den Aktionären. Auch ohne neue Verkaufsflächen hätte Douglas noch ein Umsatzplus von 1,2 Prozent erzielt.

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