„Menschenunwürdig“
DDR-Zwangsarbeiter fordern Entschädigung von Ikea

Erstmals sprechen ehemalige DDR-Gefangene über die „menschenunwürdige“ Zwangsarbeit bei Ikea. Sie fordern den schwedische Möbelriesen und andere westliche Konzerne zu einer Entschädigung auf.

DüsseldorfEhemalige politische Gefangene der DDR haben den schwedischen Möbelhersteller Ikea dazu aufgefordert, sie finanziell für ihre Zwangsarbeit bei dem Konzern zu entschädigen. „Ikea soll ehrlich sein und sagen, wie viele Zwangsarbeiter genutzt wurden. Wenn der Konzern einen wirtschaftlichen Vorteil von diesem Arrangement hatte, dann sollte man auch über eine Entschädigung sprechen“, sagte Dieter Ott dem Handelsblatt. Er kam 1986 in Haft, weil er sich als 22jähriger kritisch gegen die Reisebeschränkungen in der DDR geäußert hatte.

Die Bedingungen, unter denen er Schrankscharniere, Türgriffe und Stuhlroller für Ikea herstellte, beschreibt Ott als menschenunwürdig. „Der Bus, der uns zur Ikea-Arbeit brachte, war...

 
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