Milliarden-Deal
Starinvestor Buffett kauft Heinz Ketchup

Der Ketchup-Riese H.J. Heinz wird geschluckt: Für 28 Milliarden Dollar übernehmen der legendäre Starinvestor Warren Buffett und der Finanzinvestor 3G Capital das US-Unternehmen. Und Buffett hat noch mehr Appetit.
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Pittsburgh/OmahaWarren Buffett ist bekannt für seine Vorliebe für Cheeseburger. Jetzt baut die Investment-Legende am eigenen Ketchup-Imperium. Er übernimmt den Ketchup-Konzern Heinz – ein Unternehmen mit „großartig schmeckenden Produkten“, wie Buffett am Donnerstag sagte.

Buffetts Holding-Gesellschaft Berkshire Hathaway und 3G Capital zahlen 72,50 Dollar je Aktie – das ist ein Aufschlag von rund 20 Prozent auf den Vortag-Schlusskurs der Aktie von 60,48 Dollar. Der Deal hat ein Volumen von 23,2 Milliarden Dollar – inklusive der übernommen Schulden sogar 28 Milliarden Dollar. Damit ist das Geschäft die größte Übernahme jemals in der Lebensmittelbranche.

Die Aktie sprang zum Börsenauftakt um 20 Prozent in die Höhe. Dabei hat die Aktie bereits seit März 2009 gut 85 Prozent an Wert gewonnen. Der Preis liegt 19 Prozent über dem Allzeithoch der Aktie, 23 Prozent über dem 90-Tage-Durchschnitt und 30 Prozent über dem Ein-Jahres-Schnitt.

Finanziert wird die Transaktion – zumindest teilweise – von den Großbanken JP Morgan und Wells Fargo. Berkshire wird sich an der Übernahme mit 12 Milliarden Dollar bis 13 Milliarden Dollar beteiligen, wie der Milliardär Buffett dem Wirtschaftssehsender CNBC sagte. Nun müssen noch die Anteilseigner und Kartellbehörde der Übernahme zustimmen.

In einer erste Pressemeldung kommentierte Heinz-Chef William Johnson, dass er sich auf die Zusammenarbeit mit Buffetts Investmentfirmen freue. So könne „ein neues Kapitel in der Geschichte von Heinz“ aufgeschlagen werden. Die Akquisition erfolge in einem Moment der Stärke für das Unternehmen. Es sei in den vergangenen acht Jahren Quartal für Quartal gelungen, aus eigener Kraft zu wachsen.

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3G-Eigner Lemann ist auch an Burger King beteiligt

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  • Das ganze wird als LBO finanziert und 3G zahlt 4 Mrd. Dollar, Berkshire Hathaway 12 Mrd. und die restlichen 14 Mrd. sind bullet loans

  • Heinz macht 10 Mrd. Umsatz im Jahr. Berkshire macht lediglich 12 Mrd. für die Übernahma locker. Die restliche Summe, wird von der brasilianischen Private-Equity-Firma 3G Capital dazugesteuert. Das bedeutet für jede Partei, die Summe von etwa eines Jahresumsatzes.
    Nicht vergessen, die Brasilianer(3G Capital) sind mit der Hälfte des Betrages beteiligt und übernehmen dazu das Risiko des operativen Tagesgeschäft.

  • es ist davon auszugehen, dass der geschmack des ketchups nicht der einzige grund war.

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