Modedesignerin war gegen Abstriche an Kollektion
Warum Jil Sander Jil Sander verließ

Die Modedesignerin Jil Sander hat das von ihr gegründete Unternehmen erneut verlassen, weil sie keine Abstriche an der Qualität ihrer Kollektion hinnehmen wollte.

HB HAMBURG. Das berichtete die Zeitung „Die Welt“ am Donnerstag nach einem Gespräch mit der deutschen Modeschöpferin. „Ich scheide nicht im Zorn“, sagte sie dem Blatt. „Ich bin zutiefst traurig und gerührt von all den Sympathiebekundungen, die von überall kommen.“ Das Haus Jil Sander gehört seit 1999 mehrheitlich der italienischen Prada-Gruppe.

Die Jil Sander AG hatte am Dienstag ohne nähere Erläuterungen die Trennung von der Hamburger Chefdesignerin bekannt gegeben. Laut Sander wollte Patrizio Bertelli, der Vorstandsvorsitzende der Prada- Holding, das Budget für die Konzernmarke Jil Sander kürzen, um seinen Konzern für die Börseneinführung auf Gewinn zu trimmen. Ein Sparkurs hätte jedoch preiswertere Stoffe und einfachere Verarbeitung der Jil- Sander-Modelle bedeutet. „Sander mit Sander ist in dieser Konstellation nicht mehr zu leisten“, sagte die Designerin laut „Welt“. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Jil Sander AG einen Verlust von 17 Millionen Euro. Die frühere Firmenchefin war nach einem ersten Weggang 2003 zurückgekehrt.

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