Modekette
Insolvenzplan von Sinn Leffers wird anerkannt

Die Sanierung der insolventen Modekette Sinn Leffers hat eine wichtige Hürde genommen. Vor dem Amtsgericht Hagen stimmten die Gläubiger dem Insolvenzplan zu und bestätigten damit das geplante Sanierungskonzept.

HB HAGEN. Ende Februar hatte die Kette bundesweit 23 ihrer 47 Filialen geschlossen. Knapp 1 300 Menschen verloren ihren Arbeitsplatz. „Sobald die Rechtskraft eingetreten ist, sind rund 2 500 Arbeitsplätze an 24 Standorten gesichert“, sagte Geschäftsführer Patrick Feller laut einer Mitteilung. Für den Plan hätten 96,1 Prozent der Gläubiger gestimmt, darunter Lieferanten und Vermieter.

Das Unternehmen war wegen der schwierigen konjunkturellen Lage im Textileinzelhandel und hoher Mieten ins Trudeln geraten. Anfang August 2008 beantragte es ein sogenanntes Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung, um das Unternehmen zu sanieren und den Fortbestand zu sichern. Es sei gelungen, in nur acht Monaten das Verfahren im Wesentlichen abzuschließen, sagte Eigenverwalter und Geschäftsführer Detlef Specovius. Wenn die Auszahlungen erfolgt seien, könne Sinn Leffers aus dem Verfahren entlassen werden und als Unternehmen gestärkt am Markt agieren.

Für Abfindungszahlungen gemäß des Sozialplans stehe den gekündigten Mitarbeitern ein Volumen von 6,2 Mio. Euro zur Verfügung. Auch die vorgesehene Quote könne an die Gläubiger ausgeschüttet werden. Die Auszahlungen sollen noch in diesem Frühjahr erfolgen. „Das ist ein Modell für weitere Sanierungsfälle in der derzeitigen Wirtschaftskrise“, sagte der sogenannte Sachwalter der Gläubiger, Rechtsanwalt Horst Piepenburg.

Die frühere Karstadt-Quelle-Tochter Sinn Leffers war 2005 von der Deutschen Industrie-Holding (DIH) in Frankfurt sowie HMD Partners (USA) übernommen worden. Im Mai 2008 hatte die DIH ihren Anteil auf 100 Prozent aufgestockt. Für das Geschäftsjahr 2008/2009 erwartet SinnLeffers einen Umsatz von 310 Mio. Euro.

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