Modekette
Milder Winterbeginn nagt am Umsatz von Wöhrl

Der Sommer zu kühl, der Winter zu warm: Textilhändler wie die Modekette Wöhrl leiden unter den lauen Temperaturen der vergangenen Monate. Dennoch geht es den Nürnbergern besser als anderen in der Branche.
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DüsseldorfDer milde Winter hat zum Jahresschluss am Umsatz der Nürnberger Modekette Wöhrl genagt. Von April bis Dezember sanken die Erlöse daher auf 204,7 Millionen Euro von 208 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie Rudolf Wöhrl am Donnerstag mitteilte.

Dennoch zeigte sich Wöhrl, der Anfang Januar die Übernahme des Wettbewerbers SinnLeffers angekündigt hat, zufrieden: Die Entwicklung sei „wesentlich besser als die des Gesamtmarkts, der im gleichen Zeitraum um fast vier Prozent rückläufig war.“ Mit Hilfe von Kostensenkungen und einer neuen Sortimentsstrategie konnte Wöhrl das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 50 Prozent auf sechs Millionen Euro steigern.

Insgesamt konnte der gesamte deutsche Einzelhandel im abgelaufenen Jahr nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 und 2,1 Prozent zulegen. Damit lagen die Zuwächse allerdings deutlich niedriger als 2011 und 2010. Den Textilhändlern setzten jedoch der kühle Sommer und der milde Winter zu.

Wöhrl hat sich profitables Wachstum zum Ziel gesetzt. Mit der Übernahme der Modekette SinnLeffers gewinnt das Familienunternehmen, das seinen Schwerpunkt im Süden und Osten der Republik hat, Standorte vor allem in Nordrhein-Westfalen. Das Bundeskartellamt muss der Übernahme noch zustimmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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