Mögliche Absprachen
Kartellwächter durchsuchen Pro-Sieben-Tochter

Das Bundeskartellamt hat am Dienstag die Werbezeitenvermarkter SevenOne Media der ProSiebenSat.1-Gruppe und IP Deutschland der RTL Gruppe durchsuchen lassen.

HB MÜNCHEN/BONN. Das Bundeskartellamt nimmt die beiden große deutschen Privatfernsehgruppen RTL und Pro Sieben Sat.1 ins Visier. Rund 30 Mitarbeiter der Behörde durchsuchten am Dienstag die für die Vermarktung von Werbezeiten zuständigen Konzerntöchter IP in Köln und SevenOne in München, wie Kartellamtssprecherin Silke Kaul mitteilte.

Das Bundeskartellamt hat den Verdacht, dass die großen Sender durch großzügige Rabatte für die Werbeagenturen kleinere Sender aus dem Werbemarkt zu drängen versuchten. Andere Sender hätten durch die so genannten Share-Deals kaum noch Möglichkeiten gehabt, an Werbeaufträge heranzukommen, vermutet die Behörde. Nach einem Bericht von von Spiegel-Online vereinen die großen TV-Gruppen etwa 90 Prozent des Werbemarktes auf sich.

Pro Sieben Sat.1-Sprecherin Katja Pichler sagte, die Durchsuchung der Räume in Unterföhring nahe München habe einige Stunden gedauert.

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