Nach der Insolvenz
Mehrere Investoren werfen Auge auf Schlecker

Laut dem Insolvenzverwalter des Pleitehändlers haben sich bis zu fünf potenzielle Geldgeber gemeldet. Auch die Kinder des Schlecker-Gründers wollen es laut einem Medienbericht noch mal wissen.
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Ehingen/Hamburg/FrankfurtFür die insolvente Drogeriekette Schlecker gibt es nach Angaben des Insolvenzverwalters derzeit drei bis fünf Investoren, die ein konkretes Interesse an dem Unternehmen haben. Ziel sei es, „den Prozess bis Pfingsten zu konkreten Ergebnissen zu bringen“, sagte ein Sprecher am Sonntag. Die Kette mit ihren 3200 Filialen solle möglichst bis Ende Mai verkauft sein, bekräftigte er. Der Sprecher dementierte damit zugleich einen „Spiegel“-Bericht, demzufolge es nur noch einen einzigen ernsthaften Interessenten gebe.

Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz will die Gespräche mit Interessenten und Gläubigern fortführen, nachdem eine Transfergesellschaft für rund 11.000 entlassene Schlecker-Mitarbeiter gescheitert war. Sie hätte mögliche Kündigungsschutzklagen verhindert, die nun nach Geiwitz' Auffassung Investoren verschrecken könnten. Die Gewerkschaft Verdi hatte jedoch angekündigt, die Entlassenen nicht zu solchen Klagen ermuntern zu wollen.

Wegen des Neins der FDP zu Landesbürgschaften für die Transfergesellschaft tobte auch am Wochenende eine heftige politische Debatte innerhalb der Berliner Regierungskoalition. Unionspolitiker hatten sich für die Bürgschaften ausgesprochen.

In die Suche nach Investoren sind nach Angaben von Geiwitz auch Meike und Lars Schlecker, die Kinder von Firmengründer Anton Schlecker, eingebunden. Geiwitz hatte sie von Anfang an als künftige Co-Investoren für die Drogeriekette ins Gespräch gebracht. Sie könnten dann das von ihnen bereits angeschobene Konzept zur Modernisierung der Drogeriekette nach einem überstandenen Insolvenzverfahren ohne Altschulden umsetzen.

Meike und Lars Schlecker gehört eine für den Händler tätige Logistikfirma, ihre finanziellen Mittel sind aber nach der Insolvenz der Kette ihres Vaters begrenzt. Ob ihnen künftig wenigstens ein Teil des Unternehmens noch gehören wird, hänge von den Interessen des Käufers ab, erläuterte der Sprecher. Laut „Spiegel“ sind Lars und Meike Schlecker selbst auf der Suche nach Co-Investoren, um die Kette zurückkaufen zu können. „Es gibt aktuell kein Angebot für eine Rückübernahme von Schlecker durch die Familie“, sagte der Sprecher von Geiwitz dazu.

Der Schlecker-Senior darf nach dem Bericht nicht mehr für das Unternehmen tätig werden, ein entsprechendes Verbot sei im Handelsregister eingetragen worden.

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Sozialdienste-Verband bpa bietet Schlecker-Frauen Hilfe an

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