Nach Fabrikeinsturz in Bangladesch
Wal-Mart lehnt Sicherheitskampagne ab

H&M, Zara oder Kik – Alle ziehen Konsequenzen aus dem Fabrikeinsturz in Bangladesch und unterzeichnen die neue Sicherheitskampagne. Nur einer macht nicht mit: Wal-Mart. Der Konzern führt lieber eigene Kontrollen durch.
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BentonvilleDer weltgrößte Einzelhandelskonzern Wal-Mart lehnt die Sicherheitskampagne europäischer Textilhändler nach dem Fabrikeinsturz in Bangladesch ab. Stattdessen will der US-Konzern eigene Kontrollen in allen 279 Fabriken durchführen, die in dem Land für ihn produzieren. Erste Ergebnisse sollen am 1. Juni veröffentlicht werden.

Wal-Mart begründete die Ablehnung am Dienstag damit, dass das vom Gewerkschaftsverband IndustriAll vorangetriebene Abkommen für den Brandschutz und die Gebäudesicherheit zu weit gehe. So stört sich der Konzern an Klauseln, die in die Lieferkette eingriffen. Dies sei Sache des einzelnen Händlers, erklärte Wal-Mart am Firmensitz in Bentonville in Arkansas. Zudem gingen die eigenen Richtlinien in Teilen über die von den Gewerkschaftlern vorgeschlagenen hinaus.

An diesem Mittwoch um Mitternacht läuft die Frist aus, bis zu der Einzelhändler der verbindlichen Vereinbarung beitreten können. Bereits dabei sind Modeketten wie H&M, C&A, Zara oder Kik. Auch Aldi Nord und Aldi Süd sowie Tchibo machen mit. Wal-Mart zeigte sich allerdings für Gespräche offen und erklärte, dem Abkommen beitreten zu wollen, wenn die geäußerten Kritikpunkte ausgeräumt würden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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