Nach Insolvenzantrag
Nächste Negativschlagzeile für Pescanova

Nachdem der Fischerei-Riese gerade erst Insolvenz anmelden musste, stellt sich nun heraus: Der Sohn des Firmengründers hat heimlich Aktien verkauft – im Wert eines hohen Millionenbetrags. Nun droht eine hohe Strafe.
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MadridDer in die Insolvenz geratene spanische Fischerei-Riese Pescanova wird von einem weiteren Skandal erschüttert. Der Präsident eines der größten Fischereikonzerne der Welt, Manuel Fernández de Sousa, räumte nach Unternehmensangaben gegenüber der Finanzaufsichtsbehörde (CNMV) ein, er habe in den vergangenen Monaten heimlich Aktien im Wert von 31,5 Millionen Euro abgestoßen. Der Sohn des Firmengründers müsse daher mit einer hohen Geldstrafe und weiteren Sanktionen rechnen, schrieben spanische Medien am Dienstag.

Pescanova hatte am Montag Insolvenz angemeldet. Man suche ein Abkommen mit den Gläubigern, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, teilte das Unternehmen am Firmensitz in Pontevedra im Nordwesten Spaniens mit. Für den Fischmarkt in Deutschland spielt Spanien nur eine geringe Rolle.

Pescanova beschäftigt weltweit rund 10.000 Mitarbeiter und ist einer der größten Lebensmittelkonzerne der iberischen Halbinsel. Zur Fangflotte gehören mehr als 100 Schiffe. Die Gruppe leidet unter anderem stark unter der Wirtschaftskrise in Spanien.

Das Überleben von Pescanova sei für Spanien „absolut notwendig“, sagte der Minister für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt, Miguel Arias Cañete. Er hoffe, dass bald eine Lösung gefunden werden könne.

Seit Wochen sorgt der Konzern für negative Schlagzeilen. Die Pescanova SA hatte bereits Unregelmäßigkeiten bei ihrer Buchhaltung eingeräumt. Die spanische Finanzmarktaufsicht CNMV hatte dem Unternehmen aus Galizien bis Montagnacht Zeit gegeben, die Unregelmäßigkeiten zu klären. Dieser Aufforderung sei man nachgekommen, teilte Pescanova kurz vor Mitternacht mit.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das Problem der Firma ist ein anderes: Anstatt Fische werden in den leergefischen und verdreckten Weltmeeren fast nur noch Plastikmüll, Giftalgen und Schleimquallen gefischt. Firmen wie Pescanova haben sich mit ihren Fabrikschiffen einen Dreck um die Umwelt geschert und mit kilometerlangen Schleppnetzen regelrechte Todeszonen in den Ozeanen geschaffen. Die Verantwortlichen für diese Schweinereien gehören lebenslang hinter Schloss und Riegel.

  • Warum soll der spanische Staat dieses Fischereiunternehmen retten?
    Spanien ist ziemlich verschuldet und erhält (Deutsches)Geld aus dem Eurorettertopf.

    Wenn sich der Fischfang lohnt wird irgendein Unternehmen Pescanova aufkaufen, oder andere Fischer werden die Fischquoten nutzen und expandieren.

    Vandale

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