Nach Protest
Toys R Us verkauft keine „Breaking-Bad“-Puppen mehr

Eine Breaking-Bad-Figur sorgt für Kontroversen in den USA. Wegen einer Petition einer Mutter aus Florida musste Toys R Us die Figur aus dem Verkauf nehmen. Der Schauspieler des Serienprotagonisten reagiert verschnupft.
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New YorkNach zunehmender Kritik an von der TV-Serie „Breaking Bad“ inspirierten Actionfiguren hat sich US-Spielzeughersteller Toys R Us zu einem drastischen Schritt entschieden: Die Puppen würden mit sofortiger Wirkung von den Regalen und der Konzernwebseite genommen, teilte das Unternehmen am Dienstag der Nachrichtenagentur AP mit. „Sagen wir einfach, die Actionfiguren befinden sich im unbefristeten Sabbatical“ fügte es hinzu.

Die Sammlerpuppen beruhen auf vier Charakteren aus der TV-Sendung „Breaking Bad“, die von der Wandlung des Chemielehrers Walter White zum Drogenhändler erzählt. Die Figuren sind mit einer abnehmbaren Geldtasche und einem Rucksack für Crystal Meth ausgestattet. Toys R Us verteidigte die Aktion mit dem Argument, dass sie in limitierter Auflage und in jenen Ladenbereichen mit Spielzeugen für Erwachsene feilgeboten würden.

Die aus Florida stammende Susan Schrivjer nahm an den Puppen jedoch Anstoß und startete eine Online-Unterschriftenaktion, die den Konzern zu einem sofortigen Verkaufsstopp aufrief. Die Figuren seien eine „gefährliche Abkehr von dessen familienfreundlichen Werten“, schrieb die Mutter in der Petition. Zwar möge die TV-Sendung Erwachsenen spannende Unterhaltung bieten, doch sei es wegen deren Gewalt und der Verherrlichung des Drogenhandels unpassend, die Sammlung neben Barbie-Puppen und Disney-Figuren zu verkaufen. Bis Dienstag hatten sich 8000 Bürger der Unterschriftenaktion angeschlossen.

Schauspieler Bryan Cranston, der den fiktiven Chemielehrer White verkörpert, reagierte launisch auf die Kontroverse: „Ich bin so sauer. Aus Protest verbrenne ich meine Florida-Mutter-Actionfigur“, twitterte er.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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